Sinkende Marktanteile:
Samsung stößt Smartphone-Teile ab

Der koreanische Elektronikgigant Samsung versucht zunehmend seine aus eigener Produktion stammenden Komponenten für Smartphones an externe Partner zu verkaufen. Weil die Nachfrage bei den eigenen Smartphones hinter den Erwartungen zurückblieb, verkauft Samsung die nicht verwendeten Bauteile nun angeblich an andere Anbieter.
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Samsung
Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes berichtet, will Samsung ab dem jetzt beginnenden dritten Quartal des Jahres unter anderem OLED-Displays, Speicher- und Arbeitsspeicher-Chips zu wettbewerbsfähigeren Preisen für die Abnahme durch andere Gerätehersteller anbieten. Die Lagerstände dieser Produkte seien derzeit besonders hoch, weil Samsung mit einem sinkenden Anteil im globalen Smartphone-Markt zu kämpfen hat.

Unter Berufung auf Quellen bei taiwanischen Chiplieferanten heißt es, dass Samsung schon jetzt rund die Hälfte seiner Produktionskapazitäten für OLED-Displays für andere Hersteller reserviert hat. Vor allem Unternehmen aus China nehmen die Panels ab, um sie in ihren eigenen Smartphone-Modellen einzusetzen.

Samsung hatte in den letzten Jahren die Produktion von Speicherchips und Display-Produkten immer weiter ausgebaut, um so die Kosten für die Verwendung in seinen eigenen Smartphones, Tablets und anderen mobilen Geräten niedrig zu halten und eine hohe Qualität zu gewährleisten. Bisher hielt sich der Anteil der Komponenten, die von anderen Abnehmern erworben werden konnte, deshalb noch in Grenzen.

Weil der Marktanteil von Samsung bei Smartphones aber jüngst zurückgegangen ist, sind nun große Lagerbestände entstanden. Dies sorgt nun dafür, dass das Unternehmen wichtige Teile und Komponenten günstig verscherbelt oder abgibt. Neben dem Vertrieb von Teilen zu geringeren Preisen, fährt Samsung angeblich auch die Produktion von Chip-Wafern langsam zurück, so der Bericht. Gleichzeitig wird in die Weiterentwicklung der Fertigunsprozesse für aufwändige Chips investiert, um zum Beispiel Apples CPU-Bestellungen zurückzugewinnen.
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