Wettbewerbsrecht: EU prüft Musikdienst Apple Beats noch vor Neustart
Apples Vereinbarungen mit der Musik-Industrie stehen im Fokus einer Vorabuntersuchung der EU zum geplanten Re-Launch des Musikstreaming-Dienstes Beats. Beats soll im Sommer in Europa verfügbar sein und könnte den Markt dann kräftig aufmischen - zumindest scheint das die Konkurrenz schon zu fürchten.
Denn laut einem Bericht der Financial Times gibt es bereits deutliche Hinweise auf eine Befragung durch die Wettbewerbshüter der EU bei Musikfirmen. Solche Befragungen, so die Financial Times, werden eigentlich erst nach einem Hinweis aus der Branche, also von Mitbewerbern, eingeleitet. Die EU startet demnach keine eigenen Untersuchungen vorab, es muss eine Beschwerde oder ein hinreichender Verdacht vorliegen. Es gibt laut Financial Times aber Hinweise auf eine bevorstehende formale Untersuchung.
Apple hat den Musikdienst Beats 2014 für 3 Milliarden US-Dollar übernommen.
Die Frage stellt sich daher: Wird Apple seine Übermacht in vielen Bereichen ausnutzen und den Labeln diktieren, wie sie mit Apple und deren Mitbewerbern Geschäfte schließen können? Die Befragung richtet sich an potentielle Partner, deren Musik Apple mit dem neuen Streamingservice Beats dann verbreiten will.
Bisher gibt es Beats nur in den USA. Doch schon bald, wahrscheinlich im Frühsommer, soll der Dienst auch in Europa und damit bei uns in Deutschland starten. Die Konkurrenz, allen voran Spotify, Google und der gerade erst gestartete Premium-Dienst Tidal, dürften daher schon angespannt sein. Die Mitbewerber werden übrigens auch von der EU-Kommission über ihre Verträge mit den Musiklabeln befragt. Wie die New York Post schreibt, will die EU vor allem einen Machtkampf der vornehmlich US-amerikanischen Unternehmen auf dem Boden der EU verhindern.
Siehe auch: High-Fidelity Musikstream Tidal: Jay Z startet mit Staraufgebot
Es bleibt aber noch eine andere Variante: Preisabsprachen könnten den freien Markt behindern. Damit wären vor allem die Kunden die Leidtragenden. Sonst gibt es zumeist nur Diskussionen um eine gerechtere Entlohnung der Musiker, die einen höheren Anteil der Streaming-Gewinne für ihre Werke einfordern. Wenn aber die Streaminganbieter sich untereinander verständigen, was den Preis des Dienstes angeht, wird die EU handeln.
Apple hat den Musikdienst Beats 2014 für 3 Milliarden US-Dollar übernommen.
Die Frage stellt sich daher: Wird Apple seine Übermacht in vielen Bereichen ausnutzen und den Labeln diktieren, wie sie mit Apple und deren Mitbewerbern Geschäfte schließen können? Die Befragung richtet sich an potentielle Partner, deren Musik Apple mit dem neuen Streamingservice Beats dann verbreiten will.
Druckmittel
Durch den iTunes Store, mit dem Apple jahrelang das Download-Musikbusiness dominierte, hat Apple zum einen die richtigen Kontakte. Zum anderen hat Apple damit aber auch ein Druckmittel in der Hand. Denn es dürfte kaum ein Unternehmen geben, das es sich mit dem iPhone-Anbieter und seiner starken Marktpräsenz verscherzen möchte.Bisher gibt es Beats nur in den USA. Doch schon bald, wahrscheinlich im Frühsommer, soll der Dienst auch in Europa und damit bei uns in Deutschland starten. Die Konkurrenz, allen voran Spotify, Google und der gerade erst gestartete Premium-Dienst Tidal, dürften daher schon angespannt sein. Die Mitbewerber werden übrigens auch von der EU-Kommission über ihre Verträge mit den Musiklabeln befragt. Wie die New York Post schreibt, will die EU vor allem einen Machtkampf der vornehmlich US-amerikanischen Unternehmen auf dem Boden der EU verhindern.
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Es bleibt aber noch eine andere Variante: Preisabsprachen könnten den freien Markt behindern. Damit wären vor allem die Kunden die Leidtragenden. Sonst gibt es zumeist nur Diskussionen um eine gerechtere Entlohnung der Musiker, die einen höheren Anteil der Streaming-Gewinne für ihre Werke einfordern. Wenn aber die Streaminganbieter sich untereinander verständigen, was den Preis des Dienstes angeht, wird die EU handeln.
Folgen hohe Strafen?
Die EU könnte laut Financial Times empfindlich hohe Strafen verhängen, falls man bei den Streaminganbietern verdächtige Absprachen und unlautere Vertragsbedingungen aufdecken kann.
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