YouTube will Twitch angreifen und Gaming zum Live-Event machen

Den steigenden Erfolg der Streaming-Plattform Twitch will das dominierende Video-Portal YouTube nicht einfach unbeantwortet lassen. Die Google-Tochter soll derzeit intensiv an einem Relaunch der eigenen Livestreaming-Plattform arbeiten und sich dabei auch auf Übertragungen von Spielen und eSports-Events konzentrieren.
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"Gaming und vor allem eSports werden zu einer treibenden Kraft hinter der Erneuerung von YouTube Live", erklärte eine nicht namentlich genannte Quelle aus der Streaming-Branche gegenüber dem US-Magazin The Daily Dot. Vor allem für die bereits etablierten Streamer und Organisationen sollen sich hier demnächst neue Möglichkeiten eröffnen.

Die Live-Übertragung von Spiele-Sessions ist inzwischen auf einem Rekordniveau angekommen, stagniert aber etwas. Google sah in dem Bereich allerdings schon früher große Potenziale, doch der Versuch einer Übernahme von Twitch klappte damals nicht. Nachdem eigentlich alle Welt dachte, der Deal wäre in trockenen Tüchern, grätschte Amazon dazwischen und kaufte die Firma auf.

Nun will Google mit seiner Tochter eben aus eigener Inititative heraus in dem Bereich erfolgreich werden. Und in dem Sektor sieht man dies auch als wichtige Entwicklung an. Denn es sei kaum damit zu rechnen, dass die Entwicklung in dem Segment noch in größerem Umfang nach oben geht, ohne, dass Google beginnt, solche Übertragungen zu bewerben und mit den Veranstaltern von entsprechenden Events zu kooperieren.

Auf der anderen Seite könnten YouTubes Bemühungen, endlich auch eine ernst zu nehmende Live-Streaming-Plattform zu werden, so endlich von Erfolg gekrönt sein. Die Gamer hat man ohnehin bereits für sich gewonnen. Die Live-Aktivitäten, mit denen YouTube im Jahr 2010 begann, konzentrierten sich allerdings erst einmal auf andere Bereiche - was bisher nicht sonderlich von Erfolg gekrönt war.

Nun wird also Twitch demnächst aggressiv angegriffen. 50 Entwickler mit Erfahrungen im Live-Streaming sollen auf die Optimierung des YouTube-eigenen Dienstes für diese Übertragungen angesetzt worden sein.
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