Intego äußert sich zum Rauswurf der Antiviren-Apps aus dem iOS Store

Virus-Scanner für iOS-Geräte sind irreführend, sagt Apple und handelt entsprechend: Apple hat die gesamte Kategorie "Anti-Virus- und Anti-Malware-Produkte" aus dem iOS App Store gelöscht, die Apps sind jetzt nicht mehr erhältlich.
iOS, Virus, Intego
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Publik hat das ein betroffener Entwickler gemacht. Die bekannte Sicherheits-Firma Intego berichtet in ihrem hauseigenen Blog über den plötzlichen Rauswurf ihrer App "VirusBarrier", die rund vier Jahre angeboten wurde. Apple stört sich demnach schlagartig an der App-Beschreibung und begründet den Rauswurf damit, dass das App-Angebot eines Viren-Scanners ein schlechtes Licht auf die Sicherheit von iOS werfe - da man im Umkehrschluss davon ausgehen muss, dass nur bei unsicheren Systemen eine Viren-Vorsorge nötig sei. Intego Virenscan iOSDas (vorläufige?) Aus für Integos VirusBarrier

Diese Erkenntnis des iPhone-Herstellers aus Cupertino kommt recht überraschend. Denn laut den eignen App-Store-Richtlinien waren Viren-Scanner-Apps und Co. bislang konform und wurden seit längerem im Store angeboten. Natürlich mussten sie sich an die Einschränkungen halten, die Apple auferlegt hatte. Doch die Auslegung der Richtlinien hat sich jetzt offensichtlich geändert.

Für die Entwickler und auch für die Nutzer solcher Apps ist das überaus ärgerlich. Es dürfte sich schon bald zu einem echten Streit um die Sicherheit von iOS und Apples Marketing ausweiten.

Kein Einzelfall

Intego ist nicht der einzige Betroffene. Laut dem Mac-Blog 9to5mac ist auch "Anti-Virus Detective" spurlos verschwunden. Bisher hatte es einige Apps im Bereich der Dienstprogramme gegeben, die beispielsweise Mailanhänge auf mögliche Malware untersuchten. Echte Virenscanner gab es aber tatsächlich nicht, deshalb kann man die Argumentation von Apple schon verstehen.

Vor wenigen Tagen bekamen die Entwickler dann Post von Apple. Im Falle von Intego hatte der CEO Jeff Erwin versucht, die Angelegenheit direkt mit Apple zu klären. Bis auf den vertröstenden Verweis auf "irreführende App-Beschreibungen, die so nicht im Store sein dürfen", hat Erwin keine Reaktion von Apple erhalten. Es gibt somit derzeit auch kein offizielles Statement von Apple zu der Sache und auch keine Aktualisierung der App-Store-Richtlinien.
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