Neil Armstrongs Mitbringsel von der Mondlandung aufgetaucht

Neil Armstrong, der als erster Mensch den Mond betrat, hat sich Zeit seines Lebens einige Erinnerungsstücke an seine große Reise erhalten. Nun, anderthalb Jahre nach seinem Tod, werden diese erstmals öffentlich gezeigt. Die Ehefrau Carol Armstrong hatte sie in einer Tasche in einem Schrank gefunden.
Mond, Moonlight, Closeup
Public Domain Image
Sie hatte sich daraufhin an Allan Needell gewandt, der als Kurator des National Air and Space Museums in Washington D.C. tätig ist. Sie bot ihm an, dem Museum die Stücke zu überlassen, wenn sie denn interessant wären. Um zu verdeutlichen, was sie anzubieten habe, hatte sie den Inhalt ausgekippt und fotografiert. Needell war sofort klar, was ihm dort angeboten wurde und er bezeichnete es als sehr aufregende Sache.

Neil Armstrongs Mond-MitbringselNeil Armstrongs Mond-MitbringselNeil Armstrongs Mond-MitbringselNeil Armstrongs Mond-Mitbringsel

Schon das Behältnis selbst lieferte einen eindeutigen Hinweis: Es handelte sich um eine so genannte McDivitt-Tasche. Diese gab die US-Raumfahrtbehörde NASA damals jedem Raumfahrer in die Hand - auf Anregung des Astronauten James McDivitt. Dieser hatte aufgrund seiner eigenen Erfahrungen erklärt, dass es im All sehr nützlich sei, stets eine Tasche zur Hand zu haben, in der man bei Bedarf schnell etwas verstauen kann.

Die Mitarbeiter des Museums haben die Fundstücke inzwischen analysiert. Unter anderem fand sich unter ihnen die Kamera, mit der die ersten Schritte Armstrongs auf dem Mond festgehalten wurden. Aber auch die Szene, in der er gemeinsam mit seinem Partner Buzz Aldrin die US-Flagge an der Landestelle aufstellte, wurden mit dieser aufgenommen.

Weiterhin fanden sich eine Lampenfassung, ein Schraubenschlüssel, ein Spiegel und Haltegurte in der Tasche. Obwohl in der Raumfahrt eigentlich penible Inventarlisten geführt werden, hatte niemand diese Gegenstände vermisst - denn eigentlich hätten sie in der Mondlandefähre zurückgelassen werden sollen. Armstrong hatte sie sich aber als persönliche Andenken mitgenommen und später offenbar vergessen. Denn weder seine Frau, seinen Biographen oder Freunde informierte er über diesen kleinen aber historischen Schatz.
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