CCC fordert Verbot unverschlüsselter Daten-Übertragungen
Nach einem ersten Vorstoß des britischen Premierministers David Cameron zur Aushebelung starker Kryptographie, dem auch hierzulande Spitzenpolitiker folgten, geht der Chaos Computer Club (CCC) nun auf Konfrontation. Dieser fordert nun das grundsätzliche Verbot unverschlüsselter Kommunikation.
"Aus blanker Angst vor technischen Einschränkungen der Möglichkeiten von Ermittlern und Hackern im Staatsdienst haben sich Politiker für ein faktisches Verbot effektiver Kryptographie ausgesprochen", so das Fazit des CCC zu den Forderungen der letzten Tage. Cameron bekam dabei Gesellschaft vom US-Präsidenten Barack Obama, dem EU-Anti-Terror-Koordinator Gilles de Kerchove und auch dem deutschen Innenminister Thomas de Maizière.
Einig waren sich diese darin, dass der Staat die Möglichkeit haben müsse, auf alle verschlüsselten Informationen zugreifen zu können, wenn dies als notwendig erachtet wird. Wie dies umgesetzt werden soll, wurde dabei bisher verschwiegen. Denkbar wäre allerdings eine Verpflichtung der Hersteller von Krypto-Verfahren, beim Staat eine Art Generalschlüssel zu hinterlegen.
Laut Girlich sei der umfassende Ausbau einer verschlüsselten Kommunikation die eigentliche Lehre aus den Snowden-Enthüllungen. "Nach den öffentlich gewordenen Spionage-Programmen von Echelon bis zu den Snowden-Leaks, ist es offensichtlich, dass die Macht, Verschlüsselung zu brechen, für wirtschaftliche und militärische Interessen missbraucht wird," erklärte der CCC-Sprecher.
Als CCC fordere man daher ein striktes Verbot unverschlüsselter Kommunikation. Alle Daten, die von Providern transportiert und von Banken oder dem Finanzamt verarbeitet werden, müssten zwangsweise verschlüsselt sein, hieß es. Entsprechende Regelungen müssten dafür sorgen, dass ein Unternehmen, das die Daten seiner Kunden unverschlüsselt überträgt, archiviert und damit deren Sicherheit gefährdet, mit empfindlichen Strafen belegt wird.
Zusätzlich verlangt die Organisation, dass die Steuergelder, die in den Ausbau der Überwachungs-Technologien investiert werden, zum Bau offener, sicherer Systeme umgewidmet werden. Und auch die technische Ausbildung der Bevölkerung soll hier ihren Teil abbekommen.
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Einig waren sich diese darin, dass der Staat die Möglichkeit haben müsse, auf alle verschlüsselten Informationen zugreifen zu können, wenn dies als notwendig erachtet wird. Wie dies umgesetzt werden soll, wurde dabei bisher verschwiegen. Denkbar wäre allerdings eine Verpflichtung der Hersteller von Krypto-Verfahren, beim Staat eine Art Generalschlüssel zu hinterlegen.
Krypto-Verbot ist auch unsinnig
"Das birgt nicht nur Missbrauchspotential: Man erzeugt damit auch ein lohnenswertes Angriffsziel für jeden Geheimdienst dieser Welt nebst deren Partnern oder anderen Kriminellen", warnte CCC-Sprecher Jan Girlich. Außerdem wäre ein Verbot unzugänglicher Kryptographie letztlich auch gar nicht durchsetzbar. Denn es existieren zahlreiche Möglichkeiten, die eigentlichen Inhalte der Kommunikation zwischen zwei Menschen zu kodieren, ohne, dass dies erkennbar wäre.Laut Girlich sei der umfassende Ausbau einer verschlüsselten Kommunikation die eigentliche Lehre aus den Snowden-Enthüllungen. "Nach den öffentlich gewordenen Spionage-Programmen von Echelon bis zu den Snowden-Leaks, ist es offensichtlich, dass die Macht, Verschlüsselung zu brechen, für wirtschaftliche und militärische Interessen missbraucht wird," erklärte der CCC-Sprecher.
Als CCC fordere man daher ein striktes Verbot unverschlüsselter Kommunikation. Alle Daten, die von Providern transportiert und von Banken oder dem Finanzamt verarbeitet werden, müssten zwangsweise verschlüsselt sein, hieß es. Entsprechende Regelungen müssten dafür sorgen, dass ein Unternehmen, das die Daten seiner Kunden unverschlüsselt überträgt, archiviert und damit deren Sicherheit gefährdet, mit empfindlichen Strafen belegt wird.
Zusätzlich verlangt die Organisation, dass die Steuergelder, die in den Ausbau der Überwachungs-Technologien investiert werden, zum Bau offener, sicherer Systeme umgewidmet werden. Und auch die technische Ausbildung der Bevölkerung soll hier ihren Teil abbekommen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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