Entwickler rechnen damit, Millionäre zu werden

Die großen Erfolge einiger Startups in den letzten 15 Jahren haben unter Software-Entwicklern ein Selbstbild entstehen lassen, nach dem ihre Profession der nächste Überflieger in der Gesellschaft sein wird. Sie haben oft Erwartungen an ihren Beruf, die wirken, als sei dieser von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung völlig losgelöst. Aber auch für sich persönlich rechnen viele Software-Entwickler mit einem tollen Leben. Das zeigte eine Studie des IT-Unternehmens Chef unter Programmierern in den USA.

Demnach gehen mehr als die Hälfte der Software-Entwickler davon aus, eines Tages selbst Millionär zu sein. Dazu tragen aber nicht nur die Top-Aufsteiger in der Branche teil, die teils nicht einmal ihren Universitäts-Abschluss machten und statt dessen mit ihren Firmen zu Weltruhm kamen. Immerhin 91 Prozent der Programmierer haben auch den Eindruck, dass sie in ihrem jeweiligen Unternehmen als die wertvollsten Beschäftigten angesehen werden. Im Durchschnitt sind sie auch zufriedener mit ihren Jobs als der durchschnittlicher Angestellte.

Mit 69 Prozent sind immerhin mehr als zwei Drittel der Entwickler auch der Überzeugung, dass ihr Beruf im Wesentlichen krisenfest ist. Dies dürfte seine Grundlage darin haben, dass viele von ihnen auch nach der Pleite eines Unternehmens schnell wieder einen neuen Job gefunden haben. Denn die Ausbildungszahlen hinken noch immer hinter dem Bedarf der Wirtschaft hinterher.

Entwickler sind sozial

Angesichts einiger etwas abgehobener Ansichten über ihre reale Stellung und der üblichen Vorurteile könnte man annehmen, dass die meisten Programmierer eher in ihrem kleinen Kreis verkehren und nicht viel von der Welt außerhalb ihres Umfeldes mitbekommen. Dem ist aber nicht so. Immerhin 71 Prozent der Software-Entwickler haben sich im vergangenen Jahr laut der Studie in politischen oder bürgerschaftlichen Projekten engagiert.

Im Durchschnitt leistet ein Programmierer in den USA auch 50 Stunden ehrenamtliche Arbeit im Jahr. Vor allem Bildungsprojekte und die Jugendarbeit profitieren davon. Was die soziale Verantwortung angeht, steht eigenes Engagement auch an erster Stelle. 53 Prozent sind überzeugt, dass es besonders darauf ankommt, der Gesellschaft etwas ihrer Zeit abzugeben. Sie sehen es so beispielsweise als sinnvoller an, Projekte mit Code als mit Geld zu unterstützen.
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