XP-Support-Ende hätte untersagt werden können
Die Sorgen um den auslaufenden Support für Windows XP hätten vermieden werden können, wenn die Gesetzgebung sich dessen bewusst gewesen wäre, welche Bedeutung das Betriebssystem noch immer hat.
Diese Ansicht vertritt der Rechtswissenschaftler Andrew Tutt von der Yale Universität. Demnach gibt es Beispiele in anderen Bereichen, in denen Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet werden, sicherzustellen, dass Produkte, die volkswirtschaftlich eine wichtige Rolle spielen, nicht ohne weiteres eingestellt werden dürfen. Vor allem dann, wenn sie quasi von einem Monopolisten in einem bestimmten Bereich angeboten werden - was Microsoft bei Desktop-Betriebssystemen ist.
Eine ähnliche Stellung hätte man Windows XP einräumen können, so Tutt in einer rechtlichen Analyse des Problems. Dann wäre Microsoft verpflichtet gewesen, dafür zu sorgen, dass weiterhin Support stattfinden kann. Um dies sicherzustellen, hätte der Software-Konzern noch nicht einmal selbst zwingend weiter an der Pflege des Systems arbeiten müssen - auch wenn die Alternativen den Verantwortlichen in Redmond noch viel weniger hätten passen dürfen.
Ein alternativer Weg wäre es, dass Microsoft sich zu einer Offenlegung des Quellcodes entschlossen hätte. Dies muss noch nicht einmal unbedingt in einem Maße erfolgen, wie man es aus der Open Source-Welt kennt. Denkbar wäre auch, dass sich ein Unternehmen findet, das den Support von sich aus weiterführt. Wenn Microsoft diesem dann helfen würde, seine Rolle auszufüllen, und ihm die Sourcen übergibt, wäre den Anforderungen Genüge getan.
So besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich in den kommenden Monaten ein eigener kleiner Schwarzmarkt für Windows XP-Patches entwickelt. Denn weltweit dürfte es durchaus eine Reihe von Akteuren geben, die bereit sind, etwas Geld für Aktualisierungen in die Hand zu nehmen, die aus anderen Firmen oder Behörden herausgeschleust werden.
Eine ähnliche Stellung hätte man Windows XP einräumen können, so Tutt in einer rechtlichen Analyse des Problems. Dann wäre Microsoft verpflichtet gewesen, dafür zu sorgen, dass weiterhin Support stattfinden kann. Um dies sicherzustellen, hätte der Software-Konzern noch nicht einmal selbst zwingend weiter an der Pflege des Systems arbeiten müssen - auch wenn die Alternativen den Verantwortlichen in Redmond noch viel weniger hätten passen dürfen.
Ein alternativer Weg wäre es, dass Microsoft sich zu einer Offenlegung des Quellcodes entschlossen hätte. Dies muss noch nicht einmal unbedingt in einem Maße erfolgen, wie man es aus der Open Source-Welt kennt. Denkbar wäre auch, dass sich ein Unternehmen findet, das den Support von sich aus weiterführt. Wenn Microsoft diesem dann helfen würde, seine Rolle auszufüllen, und ihm die Sourcen übergibt, wäre den Anforderungen Genüge getan.
Möglichkeit eines Patch-Schwarzmarktes
Grundsätzlich besteht allerdings die Möglichkeit, auch über den 8. April hinaus, Sicherheits-Patches für das Betriebssystem zu erhalten. Dies beschränkt sich allerdings auf Sonderverträge, die sich Microsoft gut bezahlen lässt. Die Frage dürfte allerdings sein, wie exklusiv die Zusammenarbeit in solchen Fällen dann bleibt.So besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich in den kommenden Monaten ein eigener kleiner Schwarzmarkt für Windows XP-Patches entwickelt. Denn weltweit dürfte es durchaus eine Reihe von Akteuren geben, die bereit sind, etwas Geld für Aktualisierungen in die Hand zu nehmen, die aus anderen Firmen oder Behörden herausgeschleust werden.
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Christian Kahle
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