SMS-Spammer lockten Nutzer in eigenes Funknetz
In China haben Spammer zu einer recht ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen, um Zugang zu Handynutzern zu bekommen: Sie haben kurzerhand tausende eigene Mobilfunk-Basisstationen aufgebaut.
Als die Behörden nun gegen das Problem vorgingen, haben sie einen ziemlich großen Kreis an Beteiligten ausfindig gemacht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf offizielle Quellen berichtet, seien 1.530 Personen verhaftet worden, die an den Aktivitäten der Gruppe beteiligt gewesen sein sollen.
Sobald sich ein Mobiltelefon mit einer der falschen Sendeanlagen verband, begann diese, Spam per SMS auszusenden. Die Bandbreite umfasste dabei im Grunde alles, was man auch sonst von den unerwünschten Werbenachrichten gewohnt ist: Teilweise wurde der Eindruck von Nachrichten von offiziellen Stellen erweckt, um an Bankdaten zu gelangen, in anderem Mitteilungen wurden dubiose Immobilien angeboten. Und natürlich gehörte auch Werbung für in China verbotene pornographische Angebote zum Repertoire.
Die Beteiligten arbeiteten dabei in regional untergliederten Gruppen zusammen. Allein eine von ihnen, die in der nordöstlichen Provinz Liaoning aktiv war, soll nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen rund 200 Millionen Spam-Nachrichten über ihre Infrastruktur verschickt haben. Insgesamt haben die Behörden bis zum jetzigen Zeitpunkt 3.540 einzelne Fälle von Straftaten zusammengetragen, die den Beteiligten vor Gericht zur Last gelegt werden sollen.
2.600 Sendeanlagen abgebaut
Den Angaben des Ministeriums für öffentliche Sicherheit zufolge hätten die Spammer zahlreiche eigene Mobilfunk-Anlagen aufgebaut. Die Handys von Nutzern, die sich in der Nähe aufhielten, verbanden sich automatisch mit diesen, wenn sie das stärkste Signal bereitstellten. Im Zuge der Operation der Polizei gegen die Gruppe seien bereits im Februar über 2.600 solcher Basisstationen abgebaut worden, hieß es.Sobald sich ein Mobiltelefon mit einer der falschen Sendeanlagen verband, begann diese, Spam per SMS auszusenden. Die Bandbreite umfasste dabei im Grunde alles, was man auch sonst von den unerwünschten Werbenachrichten gewohnt ist: Teilweise wurde der Eindruck von Nachrichten von offiziellen Stellen erweckt, um an Bankdaten zu gelangen, in anderem Mitteilungen wurden dubiose Immobilien angeboten. Und natürlich gehörte auch Werbung für in China verbotene pornographische Angebote zum Repertoire.
Die Beteiligten arbeiteten dabei in regional untergliederten Gruppen zusammen. Allein eine von ihnen, die in der nordöstlichen Provinz Liaoning aktiv war, soll nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen rund 200 Millionen Spam-Nachrichten über ihre Infrastruktur verschickt haben. Insgesamt haben die Behörden bis zum jetzigen Zeitpunkt 3.540 einzelne Fälle von Straftaten zusammengetragen, die den Beteiligten vor Gericht zur Last gelegt werden sollen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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