Forscher dringen in Welt der Spammer ein und finden Kundentreue
Wissenschaftlern ist es gelungen, ein Stück weiter in die Welt der Spammer einzudringen und das Bild von deren Wirken zu vervollständigen. Dies ist letztlich eine wichtige Grundlage, um den Kampf gegen diese kriminellen Kreise besser organisieren zu können.
"Die Prozesse rund um SPAM laufen im Verborgenen ab, die beteiligen Akteure können nicht direkt beobachtet werden, daher sind viele Aspekte unklar", erklärte Oliver Hohlfeld, vom Lehrstuhl für Informatik an der Rheinisch-Westfaelischen Technischen Hochschule Aachen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der University of California in Santa Barbara betreute er daher ein Projekt, das mehr Licht ins Dunkel bringen sollte. Die Ergebnisse wurden nun auf einem Symposium zum Thema Computersicherheit in Kyoto vorgestellt.
"Unsere Forschungsergebnisse belegen, dass Spammer offenbar eine Form von 'Kundentreue' entwickeln", so Hohlfeld. So konnte beobachtet werden, dass die Akteure über einen längeren Zeitraum hinweg stets die gleichen Botnetze verwenden, um ihre Werbenachrichten zu versenden - wenn die Infrastruktur nicht abgeschaltet wurde.
Weiterhin verwenden Spammer ihre E-Mail-Adresslisten über einen längeren Zeitraum. "Wir vermuten daher, dass Spammer bevorzugt Ressourcen von Akteuren einkaufen, die sich in der Vergangenheit bewährt haben", führte der Forscher aus. Die Marktökonomie des E-Mail Adressmarktes wurden ergänzend von den Partnern aus Santa Barbara untersucht: Hier beschäftigte man sich beispielsweise mit einem Forum, über das eine Million E-Mail-Adressen zu Preisen zwischen 20 und 40 Euro angeboten wurden.
So können die Wissenschaftler stets nachverfolgen, wann und wo die Adresse gesammelt wurde. Kombiniert mit einem in Santa Barbara entwickelten Verfahren zur Erkennung von Botnetzen und Verfahren zur Identifikation von Spam-Werbekampagnen, konnten die Wissenschaftler erstmals das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure untersuchen und die Strukturen dieses Bereiches klarer nachzeichnen.
"Unsere Forschungsergebnisse belegen, dass Spammer offenbar eine Form von 'Kundentreue' entwickeln", so Hohlfeld. So konnte beobachtet werden, dass die Akteure über einen längeren Zeitraum hinweg stets die gleichen Botnetze verwenden, um ihre Werbenachrichten zu versenden - wenn die Infrastruktur nicht abgeschaltet wurde.
Weiterhin verwenden Spammer ihre E-Mail-Adresslisten über einen längeren Zeitraum. "Wir vermuten daher, dass Spammer bevorzugt Ressourcen von Akteuren einkaufen, die sich in der Vergangenheit bewährt haben", führte der Forscher aus. Die Marktökonomie des E-Mail Adressmarktes wurden ergänzend von den Partnern aus Santa Barbara untersucht: Hier beschäftigte man sich beispielsweise mit einem Forum, über das eine Million E-Mail-Adressen zu Preisen zwischen 20 und 40 Euro angeboten wurden.
Nachverfolgbare Adressen als Grundlage
Man setzte aber auch auf eine Plattform, die von der Technischen Universität Berlin entwickelt wurde. Diese setzt darauf, dass Spammer auch heute noch viele E-Mail-Adressen gewinnen, indem sie Webseiten automatisiert nach solchen durchsuchen. Dies machen sich die Forscher zunutze, indem sie eine präparierte Seite ins Netz stellen. Immer, wenn ein Bot von Spammern vorbeischaut, wird eine einmalige Adresse angezeigt.So können die Wissenschaftler stets nachverfolgen, wann und wo die Adresse gesammelt wurde. Kombiniert mit einem in Santa Barbara entwickelten Verfahren zur Erkennung von Botnetzen und Verfahren zur Identifikation von Spam-Werbekampagnen, konnten die Wissenschaftler erstmals das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure untersuchen und die Strukturen dieses Bereiches klarer nachzeichnen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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