AdBlock Plus-Anbieter muss nun mit Klage rechnen
Deutsche Online-Werbevermarkter setzen zum Gegenschlag gegen das Unternehmen Eyeo, von dem der Werbeblocker AdBlock Plus vertrieben wird, an. Unter anderem werden derzeit wohl Klagen vorbereitet.
Die Software gehörte ursprünglich zu einer ganzen Gruppe von Browser-Plugins, die Werbung aus Webseiten herausfiltern. Inzwischen haben die Anbieter auf dieser Grundlage allerdings ein Geschäftsmodell entwickelt: So werden so genannte akzeptable Anzeigen durchgelassen, wenn der jeweilige Webseite-Betreiber sich um die Aufnahme in das Programm bewirbt und in einigen Fällen Eyeo an den Werbeumsätzen beteiligt.
Siehe auch: Adblock Plus: Hat Google 25 Millionen Dollar bezahlt?
Verschiedene Seitenbetreiber als auch die Werbeagenturen sehen darin Probleme mit dem Wettbewerbsrecht, die an Erpressung grenzen. Die großen Agenturen wollen die Sache daher einer gerichtlichen Prüfung unterwerfen, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus in seiner aktuellen Ausgabe.
Hier haben sich demnach die Großen der Branche zusammengetan: Axel Springer Media Impact, SevenOne Media (Prosieben Sat.1) und IP Deutschland (RTL) wollen dem Bericht zufolge gegen das Eyeo-Geschäftsmodell vorgehen. Auslöser dürften die jüngsten Berichte über Millionenzahlungen von Google und einigen anderen Unternehmen an Eyeo sein.
Gleichzeitig arbeiten demnach auch schon verschiedene Seitenbetreiber daran, Nutzer nicht mehr mit Inhalten zu versorgen, wenn diese sich ihrer Möglichkeit, Geld einzunehmen, entziehen. So könnte demnächst eine Situation entstehen, dass ein Nutzer, der einen Werbeblocker einsetzt, beim Besuch einer Webseite auch keinen Content mehr angezeigt bekommt.
In der Vergangenheit hatten die Seitenbetreiber des Öfteren versucht, ihre Nutzer auf die Problematik hinzuweisen, dass die Werbung die einzige nennenswerte Einnahmemöglichkeit im Netz ist. Entsprechende Hinweise alternativ zu den sonst erscheinenden Werbebannern, filterte die Software allerdings nach kurzer Zeit oft auch wieder heraus - wohl weil die Anbieter kein Interesse daran hatten, dass Nutzer ihr Plugin partiell ausschalten und damit auch ihre Chance sinken würde, sich ihren Anteil am Werbegeschäft zu holen.
Siehe auch: Adblock Plus: Hat Google 25 Millionen Dollar bezahlt?
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Verschiedene Seitenbetreiber als auch die Werbeagenturen sehen darin Probleme mit dem Wettbewerbsrecht, die an Erpressung grenzen. Die großen Agenturen wollen die Sache daher einer gerichtlichen Prüfung unterwerfen, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus in seiner aktuellen Ausgabe.
Hier haben sich demnach die Großen der Branche zusammengetan: Axel Springer Media Impact, SevenOne Media (Prosieben Sat.1) und IP Deutschland (RTL) wollen dem Bericht zufolge gegen das Eyeo-Geschäftsmodell vorgehen. Auslöser dürften die jüngsten Berichte über Millionenzahlungen von Google und einigen anderen Unternehmen an Eyeo sein.
Gleichzeitig arbeiten demnach auch schon verschiedene Seitenbetreiber daran, Nutzer nicht mehr mit Inhalten zu versorgen, wenn diese sich ihrer Möglichkeit, Geld einzunehmen, entziehen. So könnte demnächst eine Situation entstehen, dass ein Nutzer, der einen Werbeblocker einsetzt, beim Besuch einer Webseite auch keinen Content mehr angezeigt bekommt.
In der Vergangenheit hatten die Seitenbetreiber des Öfteren versucht, ihre Nutzer auf die Problematik hinzuweisen, dass die Werbung die einzige nennenswerte Einnahmemöglichkeit im Netz ist. Entsprechende Hinweise alternativ zu den sonst erscheinenden Werbebannern, filterte die Software allerdings nach kurzer Zeit oft auch wieder heraus - wohl weil die Anbieter kein Interesse daran hatten, dass Nutzer ihr Plugin partiell ausschalten und damit auch ihre Chance sinken würde, sich ihren Anteil am Werbegeschäft zu holen.
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Christian Kahle
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