Nächster Schlag für MPEG:
Firefox kommt mit VP9
Der Open-Source-Browser Firefox wird in seinen zukünftigen Ausgaben den Video-Codec VP9 standardmäßig unterstützen. Dies könnte der Video-Technologie von Google einen ordentlichen Schub verpassen.
In den neuesten Nightly-Builds von Firefox ist der Codec bereits ein aktiver Bestandteil. Der aktuellen Entwicklungs-Roadmap wird VP9 dann in der Firefox-Version 28 erstmals standardmäßig in einer finalen Ausgabe aktiviert sein und damit ein noch breiteres Publikum erreichen.
Google bietet VP9 als freien Codec an und will damit das MPEG-Konsortium unter Druck setzen, dessen Technologien derzeit quasi das Video-Umfeld im Netz beherrschen. Der von ihm bereitgestellte H.26x-Codec kann zwar in vielen Anwendungsfällen frei eingesetzt werden, allerdings sind dem eben auch Grenzen gesetzt. Hinzu kommt, dass hinter den MPEG-Codecs viele Patente stehen und nicht klar ist, ob die Nutzung nicht doch eines Tages plötzlich mit Kosten verbunden sein wird.
Google versucht daher eine freie Alternative zu etablieren, die qualitativ durchaus mithalten kann. Und die Gelegenheit dafür ist günstig: Der neue MPEG-Codec H.265 soll seinen Vorgänger ablösen, hat sich allerdings noch lange nicht etabliert. Google hat außerdem die Möglichkeit, seinem freien Codec über die dominierende Video-Plattform YouTube einen ordentlichen Schub zu verleihen.
Die Frage ist dabei allerdings in erster Linie ob es Google gelingt, die anderen großen Browser-Hersteller zu überzeugen, die Technologie in ihre Produkte zu integrieren. Im eigenen Chrome wird VP9 bereits seit einiger Zeit unterstützt. Durch den nun kommenden nativen Support in Firefox dehnt sich die Reichweite deutlich aus. Mit VP9-codierten Browsern wird dann bereits über die Hälfte der Webnutzer erreicht.
VP9-Filme lassen sich durch die Integration dann direkt über das Video-Tag des HTML5-Standards direkt in Webseiten einbetten. Die bisher nötigen Plugins wie Flash werden so nicht mehr benötigt.
Google bietet VP9 als freien Codec an und will damit das MPEG-Konsortium unter Druck setzen, dessen Technologien derzeit quasi das Video-Umfeld im Netz beherrschen. Der von ihm bereitgestellte H.26x-Codec kann zwar in vielen Anwendungsfällen frei eingesetzt werden, allerdings sind dem eben auch Grenzen gesetzt. Hinzu kommt, dass hinter den MPEG-Codecs viele Patente stehen und nicht klar ist, ob die Nutzung nicht doch eines Tages plötzlich mit Kosten verbunden sein wird.
Google versucht daher eine freie Alternative zu etablieren, die qualitativ durchaus mithalten kann. Und die Gelegenheit dafür ist günstig: Der neue MPEG-Codec H.265 soll seinen Vorgänger ablösen, hat sich allerdings noch lange nicht etabliert. Google hat außerdem die Möglichkeit, seinem freien Codec über die dominierende Video-Plattform YouTube einen ordentlichen Schub zu verleihen.
Die Frage ist dabei allerdings in erster Linie ob es Google gelingt, die anderen großen Browser-Hersteller zu überzeugen, die Technologie in ihre Produkte zu integrieren. Im eigenen Chrome wird VP9 bereits seit einiger Zeit unterstützt. Durch den nun kommenden nativen Support in Firefox dehnt sich die Reichweite deutlich aus. Mit VP9-codierten Browsern wird dann bereits über die Hälfte der Webnutzer erreicht.
VP9-Filme lassen sich durch die Integration dann direkt über das Video-Tag des HTML5-Standards direkt in Webseiten einbetten. Die bisher nötigen Plugins wie Flash werden so nicht mehr benötigt.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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