CIA nahm weiteren unbescholtenen Bürger ins Visier

Im Zuge des aktuellen Überwachungs-Skandals wurde nun ein weiterer Fall bekannt, bei dem ein unbescholtener Bürger in das Visier von ausländischen Geheimdiensten kam, die mit Bundesbehörden zusammenarbeiten. In einer Anfrage an das "Projekt-6-Team", in dem die drei Geheimdienste CIA, Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz zusammenarbeiteten, erbat die CIA 2010 Informationen zu einer Person aus Deutschland, die einen "nicht identifizierten Gefährten" eines Qaida-Mitglieds angerufen haben sollte, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner morgigen Ausgabe.

Allerdings könne man auf Basis "der gelieferten Adress- und Telefoninformationen" den namentlich genannten Anrufer nicht identifizieren, hieß es von Seiten der Geheimdienste.

Nach Recherchen des Spiegel handelt es sich bei dem Anrufer auf der angeblichen Dschihadisten-Nummer aber um einen Beamten aus Rheinland-Pfalz. Auf Anfrage bestätigte der Mann Anrufe in ein arabisches Land. Jedoch telefonierte er demnach nicht mit einem Qaida-Aktivisten, sondern mit seinem Schwager. Dieser war damals Lehrer am Goethe-Institut in dem fraglichen Land.
Christian Kahle

Redakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt

Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.

WinFuture bei Google bevorzugenJetzt hinzufügen
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!