Tablets: Verkaufszahlen erstmals über Notebooks
Bei den Privatkunden in Deutschland ist das Interesse an Tablets inzwischen so stark, dass die Verkaufszahlen hier erstmals höher lagen als die der Notebooks. Das geht aus aktuellen Daten des Branchenverbandes GFU hervor.
Demnach wurden im ersten halben Jahr 2.35 Millionen Tablets im deutschen Markt verkauft. Das stellt gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als es 1,12 Millionen waren, mehr als eine Verdoppelung dar. Neben dem allgemein großen Interesse sorgte auch die Verfügbarkeit preiswerterer Geräte für einen Nutzeransturm. Das drückt sich unter anderem darin aus, dass der durchschnittliche Kaufpreis um fast ein Viertel von 474 auf 356 Euro nach unten ging.
Bei den Notebooks gehen die Trends hingegen eher in die gegenläufige Richtung: Die Verkaufszahlen gingen hier von 2,71 Millionen auf 2,39 Millionen Stück um 12,1 Prozent nach unten. Im letzten Quartal sank die Zahl der verkauften Geräte dabei sogar etwas unter den Vergleichswert aus dem Tablet-Segment. Den Notebook-Herstellern bleiben dabei aber vor allem jene Nutzer erhalten, die die Geräte intensiv nutzen und daher auch bereit sind, einen höheren Preis für gute Systeme zu zahlen. So kletterte der durchschnittliche Verkaufspreis hier um 4,8 Prozent von 583 auf 611 Euro.
Der Markt für Desktop-PCs verzeichnete ebenfalls erneut einen Rückgang der Absatzzahlen, obwohl das Niveau schon sehr gering ist. 590.000 Geräte konnten die Anbieter hier in den ersten sechs Monaten des Jahres noch verkaufen, das sind noch einmal 7,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch hier stieg der Verkaufspreis aber leicht um 1,3 Prozent auf nun 654 Euro im Schnitt.
Eine der wenigen Produktklassen, bei denen sowohl steigende Verkaufszahlen als auch ein höherer Durchschnittspreis zu verzeichnen waren, sind Smartphones. Hier wurden 9,9 Millionen Stück verkauft, was 23,2 Prozent mehr sind als vor einem Jahr. Im Schnitt gaben die Käufer hier mit 366 Euro auch 3 Prozent mehr aus. Das lässt darauf schließen, dass nicht nur mehr Nutzer sich ein Smartphone zulegen, sondern dessen zusätzliche Funktionen auch so zu schätzen lernen, dass sie zu leistungsfähigeren Modellen neigen.
Bei den Notebooks gehen die Trends hingegen eher in die gegenläufige Richtung: Die Verkaufszahlen gingen hier von 2,71 Millionen auf 2,39 Millionen Stück um 12,1 Prozent nach unten. Im letzten Quartal sank die Zahl der verkauften Geräte dabei sogar etwas unter den Vergleichswert aus dem Tablet-Segment. Den Notebook-Herstellern bleiben dabei aber vor allem jene Nutzer erhalten, die die Geräte intensiv nutzen und daher auch bereit sind, einen höheren Preis für gute Systeme zu zahlen. So kletterte der durchschnittliche Verkaufspreis hier um 4,8 Prozent von 583 auf 611 Euro.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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