Jimmy Wales: Porno-Filter sind "lächerliche Idee"
Die britische Regierung hat vor kurzem die Einführung so genannter Porno-Filter für das Internet angekündigt, eine Idee, die auch bei heimischen Politikern Anklang findet. Nicht so bei Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, der das Konzept nun als "lächerlich" bezeichnet hat.
Maßgeblicher Befürworter dieser Filter-Maßnahme ist der britische Premierminister David Cameron. Demnach sollen Provider auf der Insel künftig von ihrer Seite her die meisten pornografischen Inhalte im Netz blockieren, der Nutzer muss dann seinerseits beim ISP aktiv werden, wenn er das Schmuddelweb zurückhaben will und einen entsprechenden Antrag bei seinem Internet-Provider stellen.
Cameron argumentiert mit der "moralischen Verpflichtung" gegenüber Kindern, ihnen soll der Zugang zu Pornografie erschwert werden, der Premier erhofft sich dadurch einen Stopp der Verrohung von Minderjährigen.
Siehe auch: CSU-Mann will Pornofilter bei Providern wie im UK
Jimmy Wales, der auch offiziell Berater der britischen Regierung ist (allerdings in einer anderen Sache), bezeichnete die Idee in einem TV-Interview mit dem britischen Sender Channel 4 als "absolut lächerlich", da sie schlichtweg nicht funktioniere werde, vor allem auch im Hinblick auf die dafür benötigte Software.
Eine Regelung wie sie David Cameron vorgeschlagen hat, würde wirkungslos sein: Ein Pädophiler, der süchtig nach entsprechenden Online-Material sei, müsste dann "nur" bei seinem Internet-Provider anrufen und eine Freischaltung beantragen: "Der Vorschlag trägt nichts dazu bei, um Kriminelle zu stoppen." Laut Wales gebe es keinen "erdenklichen einfachen Weg, um so etwas umzusetzen."
Außerdem kritisiert Wales die ständigen Rufe nach immer mehr und auch strenger Internet-Regulierung bzw. dazugehörigen Gesetzen: Denn seiner Ansicht nach gebe es schon jetzt genügend davon, kriminelles Hacking oder Rufschädigung auf sozialen Netzwerken sind auch schon jetzt klar geregelt. Wales meint, dass man die bestehenden Regeln nur vollstrecken müsse statt ständig nach weiterer Verschärfung zu rufen.
Siehe auch: UK - Premierminister kündigt Porno-Sperrung an
Cameron argumentiert mit der "moralischen Verpflichtung" gegenüber Kindern, ihnen soll der Zugang zu Pornografie erschwert werden, der Premier erhofft sich dadurch einen Stopp der Verrohung von Minderjährigen.
Siehe auch: CSU-Mann will Pornofilter bei Providern wie im UK
Jimmy Wales, der auch offiziell Berater der britischen Regierung ist (allerdings in einer anderen Sache), bezeichnete die Idee in einem TV-Interview mit dem britischen Sender Channel 4 als "absolut lächerlich", da sie schlichtweg nicht funktioniere werde, vor allem auch im Hinblick auf die dafür benötigte Software.
Eine Regelung wie sie David Cameron vorgeschlagen hat, würde wirkungslos sein: Ein Pädophiler, der süchtig nach entsprechenden Online-Material sei, müsste dann "nur" bei seinem Internet-Provider anrufen und eine Freischaltung beantragen: "Der Vorschlag trägt nichts dazu bei, um Kriminelle zu stoppen." Laut Wales gebe es keinen "erdenklichen einfachen Weg, um so etwas umzusetzen."
Außerdem kritisiert Wales die ständigen Rufe nach immer mehr und auch strenger Internet-Regulierung bzw. dazugehörigen Gesetzen: Denn seiner Ansicht nach gebe es schon jetzt genügend davon, kriminelles Hacking oder Rufschädigung auf sozialen Netzwerken sind auch schon jetzt klar geregelt. Wales meint, dass man die bestehenden Regeln nur vollstrecken müsse statt ständig nach weiterer Verschärfung zu rufen.
Siehe auch: UK - Premierminister kündigt Porno-Sperrung an
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