GPS-Spoofing: Studenten 'entführen' 80-Mio-$-Jacht
Studenten der University of Texas haben im Mittelmeer erfolgreich demonstriert, wie man eine Jacht im Wert von 80 Millionen Dollar durch gefälschte GPS-Signale entführen kann.
Das sogenannte GPS-Spoofing ist im Grunde keine unbekannte Angriffsform. Doch bisher galt es gemeinhin als eher theoretische Gefahr. Denn entsprechende Manipulationen fanden eher im kleinen Rahmen statt - etwa wenn Fahrer von Lieferfahrzeugen ihrem Arbeitgeber einen anderen Aufenthaltsort vorgaukeln wollten - oder aber in größerem Stil, wie in einem Fall, als das iranische Militär eine Spionage-Drohne der USA entführte.
Der Versuch der Studenten zeigte nun, dass es aber durchaus möglich ist, mit vergleichsweise einfacher Technik auch gezielte Angriffe auf wichtige Ziele durchzuführen. Mit Erlaubnis des Besitzers der Jacht sorgten sie aus "sicherer" Entfernung dafür, dass die Navigationssysteme des Schiffes auf hoher See mit falschen Standort-Daten versorgt wurden.
Das Personal auf der Jacht wusste nichts von der Aktion und verließ sich auf die Informationen, die ihnen vom Navigationssystem geliefert wurden. Diesem wurden allerdings möglichst unauffällig falsche Daten geliefert, indem das echte GPS-Signal überlagert wurde. Auf seiner Reise von Monaco zur griechischen Insel Rhodos vermutete die Besatzung, vom Kurs abgekommen zu sein. Die entsprechenden Korrekturen sorgten allerdings dafür, dass ein Zielort nach Wahl der Angreifer angesteuert wurde.
Das Navigationssystem akzeptierte die falschen Signale, ohne Alarm auszulösen. Grundsätzlich lässt sich dieses Problem lösen. Allerdings hat es wohl kaum ein Gerätehersteller bisher für notwendig erachtet, die dafür erforderlichen technischen Voraussetzungen zu schaffen. Angesichts dessen, dass rund 90 Prozent des Welthandels über das Meer abgewickelt wird und die Schiffe dabei weitgehend per GPS ihren Kurs halten, könnten entsprechende Angriffe aus größerer Entfernung zu einem handfesten Problem werden.
Der Versuch der Studenten zeigte nun, dass es aber durchaus möglich ist, mit vergleichsweise einfacher Technik auch gezielte Angriffe auf wichtige Ziele durchzuführen. Mit Erlaubnis des Besitzers der Jacht sorgten sie aus "sicherer" Entfernung dafür, dass die Navigationssysteme des Schiffes auf hoher See mit falschen Standort-Daten versorgt wurden.
Das Personal auf der Jacht wusste nichts von der Aktion und verließ sich auf die Informationen, die ihnen vom Navigationssystem geliefert wurden. Diesem wurden allerdings möglichst unauffällig falsche Daten geliefert, indem das echte GPS-Signal überlagert wurde. Auf seiner Reise von Monaco zur griechischen Insel Rhodos vermutete die Besatzung, vom Kurs abgekommen zu sein. Die entsprechenden Korrekturen sorgten allerdings dafür, dass ein Zielort nach Wahl der Angreifer angesteuert wurde.
Das Navigationssystem akzeptierte die falschen Signale, ohne Alarm auszulösen. Grundsätzlich lässt sich dieses Problem lösen. Allerdings hat es wohl kaum ein Gerätehersteller bisher für notwendig erachtet, die dafür erforderlichen technischen Voraussetzungen zu schaffen. Angesichts dessen, dass rund 90 Prozent des Welthandels über das Meer abgewickelt wird und die Schiffe dabei weitgehend per GPS ihren Kurs halten, könnten entsprechende Angriffe aus größerer Entfernung zu einem handfesten Problem werden.
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Christian Kahle
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