Syrien ist über Nacht aus dem Netz verschwunden
In Syrien wurde der Bevölkerung erneut der Zugang zum Internet gekappt. Auch die Telefonnetze sollen derzeit nicht nutzbar sein. Dafür ist sehr wahrscheinlich die Regierung verantwortlich.
Seit dem gestrigen Abend können die Menschen in Syrien nicht mehr auf moderne Kommunikationskanäle zugreifen. Ein technisches Problem ist wenig wahrscheinlich - immerhin gingen sehr Zeitnah faktisch alle Netze offline. Daher liegt die Vermutung nahe, dass die Regierung des Präsidenten Baschar al-Assad eine Abschaltung vorgenommen hat.
Google-Monitor für Syrien
So zeigt beispielsweise der Traffic-Monitor des Suchmaschinenkonzerns Google, dass der aus dem Land stammende Datenverkehr über all seine Dienste hinweg plötzlich auf Null zusammenbrach. Da sämtliche angrenzenden Staaten auf normalem Niveau liegen, kann quasi ausgeschlossen werden, dass es einen technischen Fehler im Internet-Backbone gibt.
Ähnliche Erscheinungen, wie sie jetzt verzeichnet werden, gab es in der Vergangenheit nur, wenn staatliche Stellen zentral für eine Abschaltung der jeweiligen nationalen Infrastruktur sorgten. Dies war in Syrien schon einmal der Fall, aber auch in Ägypten während der Aufstände gegen die inzwischen gestürzte Regierung.
Die Machthaber hoffen so offenbar, die Kommunikation unter den Oppositionellen unterbinden zu können. Aber auch der Informationsfluss ins Ausland soll so unterbrochen beziehungsweise unter staatliche Kontrolle gebracht werden.
Die aktuelle Abschaltung könnte eine Reaktion auf die aktuellen Ereignisse in der internationalen Diplomatie sein. Hier hat das Assad-Regime gerade wieder etwas an Boden verloren. Denn der Rückhalt aus Russland schwindet angesichts des anhaltenden Bürgerkrieges. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat sich mit seinem US-Kollegen John Kerry darauf verständigt, noch im Mai eine Konferenz einzuberufen, die nach Lösungen für das Land suchen soll.
Google-Monitor für Syrien
So zeigt beispielsweise der Traffic-Monitor des Suchmaschinenkonzerns Google, dass der aus dem Land stammende Datenverkehr über all seine Dienste hinweg plötzlich auf Null zusammenbrach. Da sämtliche angrenzenden Staaten auf normalem Niveau liegen, kann quasi ausgeschlossen werden, dass es einen technischen Fehler im Internet-Backbone gibt.
Ähnliche Erscheinungen, wie sie jetzt verzeichnet werden, gab es in der Vergangenheit nur, wenn staatliche Stellen zentral für eine Abschaltung der jeweiligen nationalen Infrastruktur sorgten. Dies war in Syrien schon einmal der Fall, aber auch in Ägypten während der Aufstände gegen die inzwischen gestürzte Regierung.
Die Machthaber hoffen so offenbar, die Kommunikation unter den Oppositionellen unterbinden zu können. Aber auch der Informationsfluss ins Ausland soll so unterbrochen beziehungsweise unter staatliche Kontrolle gebracht werden.
Die aktuelle Abschaltung könnte eine Reaktion auf die aktuellen Ereignisse in der internationalen Diplomatie sein. Hier hat das Assad-Regime gerade wieder etwas an Boden verloren. Denn der Rückhalt aus Russland schwindet angesichts des anhaltenden Bürgerkrieges. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat sich mit seinem US-Kollegen John Kerry darauf verständigt, noch im Mai eine Konferenz einzuberufen, die nach Lösungen für das Land suchen soll.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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