Warteschleifen trotz Gesetz oft noch sehr teuer
Obwohl neue gesetzliche Regelungen die Verbraucher davor schützen sollen, für ungenutzte Warteschleifen-Zeit hohe Telefongebühren zahlen zu müssen, hat sich die Situation noch nicht grundlegend geändert.
Nach einer Untersuchung der Grünen-Bundestagsfraktion, die dem Radioprogramm 'NDR Info' vorliegt, nutzen Unternehmen so genannte "nachgelagerte telefonische Warteschleifen", um bei Kunden abzukassieren. Besonders teuer bei den Test-Anrufen, die die Grünen im Januar und Februar dieses Jahres gemacht haben, war die Warteschleife eines deutschen E-Mail-Dienstleisters. Nach sieben Minuten Wartezeit auf einen persönlichen Berater fielen demnach Kosten in Höhe von neun Euro an.
Im Durchschnitt haben die Unternehmen mit 0900er-Nummern 1,80 Euro berechnet. Bei der bislang letzten Untersuchung dieser Art konnten die Grünen allerdings noch einen deutlich höheren Durchschnittsbetrag in Höhe von 2,50 Euro ermitteln. Am längsten habe mit zehn Minuten die Vermittlung eines Beraters bei einem Telefonproduzenten gedauert. Der durchschnittliche Minutenpreis war hier aber deutlich geringer.
Die Grünen-Bundestagsfraktion hat bereits drei Mal Untersuchungen dieser Art durchgeführt. "Warteschleifen müssen komplett kostenfrei sein. Das wäre wirklich verbraucherfreundlich", forderte die Verbraucherschutz-Sprecherin der Fraktion, Bärbel Höhn. In diesem Zusammenhang kritisierte sie Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, CSU, die für die aktuelle Gesetzeslage verantwortlich sei. "Die von ihr in Kraft gesetzte Übergangsregelung bringt nichts, und ich denke, das war auch so geplant." Denn angeblich sollen die ersten zwei Minuten in einer Warteschleife kostenfrei sein. De facto habe sich nichts geändert und Aigner eine Scheinlösung erarbeitet, so Höhn.
Ab dem 1. Juni dieses Jahres gilt ein verändertes Telekommunikationsgesetz. Danach sind Telefon-Warteschleifen nur noch dann erlaubt, wenn sie - das betont auch die Bundesnetzagentur - "kostenfrei sind". Nach der derzeitig geltenden Übergangslösung sind Warteschleifen bei kostenpflichtigen 0180- und 0900-Nummern nur noch dann erlaubt, wenn der Anrufer entweder einen Festpreis zahlt oder wenn in den ersten zwei Minuten nach Verbindungsbeginn überhaupt keine Kosten anfallen. "Eigentlich müsste man aber sehr klar sagen: Warteschleifen mit Bandansagen sind kostenfrei", sagte Höhn.
Im Durchschnitt haben die Unternehmen mit 0900er-Nummern 1,80 Euro berechnet. Bei der bislang letzten Untersuchung dieser Art konnten die Grünen allerdings noch einen deutlich höheren Durchschnittsbetrag in Höhe von 2,50 Euro ermitteln. Am längsten habe mit zehn Minuten die Vermittlung eines Beraters bei einem Telefonproduzenten gedauert. Der durchschnittliche Minutenpreis war hier aber deutlich geringer.
Die Grünen-Bundestagsfraktion hat bereits drei Mal Untersuchungen dieser Art durchgeführt. "Warteschleifen müssen komplett kostenfrei sein. Das wäre wirklich verbraucherfreundlich", forderte die Verbraucherschutz-Sprecherin der Fraktion, Bärbel Höhn. In diesem Zusammenhang kritisierte sie Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, CSU, die für die aktuelle Gesetzeslage verantwortlich sei. "Die von ihr in Kraft gesetzte Übergangsregelung bringt nichts, und ich denke, das war auch so geplant." Denn angeblich sollen die ersten zwei Minuten in einer Warteschleife kostenfrei sein. De facto habe sich nichts geändert und Aigner eine Scheinlösung erarbeitet, so Höhn.
Ab dem 1. Juni dieses Jahres gilt ein verändertes Telekommunikationsgesetz. Danach sind Telefon-Warteschleifen nur noch dann erlaubt, wenn sie - das betont auch die Bundesnetzagentur - "kostenfrei sind". Nach der derzeitig geltenden Übergangslösung sind Warteschleifen bei kostenpflichtigen 0180- und 0900-Nummern nur noch dann erlaubt, wenn der Anrufer entweder einen Festpreis zahlt oder wenn in den ersten zwei Minuten nach Verbindungsbeginn überhaupt keine Kosten anfallen. "Eigentlich müsste man aber sehr klar sagen: Warteschleifen mit Bandansagen sind kostenfrei", sagte Höhn.
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Christian Kahle
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