Niere gegen iPad: Organhändler in China verurteilt
In China wurden ein Chirurg und sechs weitere Personen verurteilt, die in einen Fall verwickelt sein sollen, bei dem ein Jugendlicher eine seiner Nieren als Spenderorgan verkaufte, um sich ein iPhone oder ein iPad leisten zu können.
Die Beschuldigten mussten sich nun wegen vorsätzlicher Körperverletzung vor einem Gericht verantworten. Die Verfahren gegen zwei weitere Beteiligte seien eingestellt wurden, da ihnen nur eine geringe Mitschuld nachzuweisen war, berichtete die Tageszeitung 'Shanghai Daily'.
Der Chirurg, der die Operation im April 2011 durchführte, wurde vom Bezirksgericht in Chenzhou zu einer Haftstrafe von drei Jahren mit einer anschließenden fünfjährigen Bewährungsfrist verurteilt. Der eigentliche Drahtzieher hinter der Aktion muss hingegen direkt für fünf Jahre hinter Gitter. Die weiteren Beteiligten erhielten ein bis vier Jahre Freiheitsentzug.
Der Jugendliche hatte über einen Chat Kontakt zu der Gruppe aufgebaut. Diese bot ihm einen Geldbetrag an, wenn er seine Niere als Spernderorgan zur Verfügung stellt. Die Transplantation fand schließlich am 28. April des vergangenen Jahres statt.
Der zum Tatzeitpunkt 17-jährige Spender erhielt eine Summe von 3.529 Dollar, die er unter anderem in ein iPhone und ein iPad investierte. Einige Zeit später bekam er Probleme mit seiner anderen Niere. Erst zu diesem Zeitpunkt weihte er seine Mutter in die Angelegenheit ein, die schließlich die Behörden in den Fall einschaltete.
Die Täter müssen nun nicht nur ins Gefängnis, sondern auch Schmerzensgelder in Höhe von rund 240.000 Dollar an den Jugendlichen bezahlen. Von diesen wird er sich allerdings kaum ein gutes Leben machen können, ein Großteil wird wohl für die weitergehende ärztliche Versorgung investiert werden müssen.
Der Fall wirft ein kleines Schlaglicht auf einen boomenden Schwarzmarkt in China. In dem Land sind aktuell 1,5 Millionen Menschen auf eine Transplantation angewiesen, jährlich stehen aber nur rund 10.000 Spenderorgane auf legalem Weg zur Verfügung. In Verbindung mit einer großen Vermögensschere sorgt dieses für einen regen Organhandel im Untergrund, den die Behörden kaum in den Griff bekommen.
Der Chirurg, der die Operation im April 2011 durchführte, wurde vom Bezirksgericht in Chenzhou zu einer Haftstrafe von drei Jahren mit einer anschließenden fünfjährigen Bewährungsfrist verurteilt. Der eigentliche Drahtzieher hinter der Aktion muss hingegen direkt für fünf Jahre hinter Gitter. Die weiteren Beteiligten erhielten ein bis vier Jahre Freiheitsentzug.
Der Jugendliche hatte über einen Chat Kontakt zu der Gruppe aufgebaut. Diese bot ihm einen Geldbetrag an, wenn er seine Niere als Spernderorgan zur Verfügung stellt. Die Transplantation fand schließlich am 28. April des vergangenen Jahres statt.
Der zum Tatzeitpunkt 17-jährige Spender erhielt eine Summe von 3.529 Dollar, die er unter anderem in ein iPhone und ein iPad investierte. Einige Zeit später bekam er Probleme mit seiner anderen Niere. Erst zu diesem Zeitpunkt weihte er seine Mutter in die Angelegenheit ein, die schließlich die Behörden in den Fall einschaltete.
Die Täter müssen nun nicht nur ins Gefängnis, sondern auch Schmerzensgelder in Höhe von rund 240.000 Dollar an den Jugendlichen bezahlen. Von diesen wird er sich allerdings kaum ein gutes Leben machen können, ein Großteil wird wohl für die weitergehende ärztliche Versorgung investiert werden müssen.
Der Fall wirft ein kleines Schlaglicht auf einen boomenden Schwarzmarkt in China. In dem Land sind aktuell 1,5 Millionen Menschen auf eine Transplantation angewiesen, jährlich stehen aber nur rund 10.000 Spenderorgane auf legalem Weg zur Verfügung. In Verbindung mit einer großen Vermögensschere sorgt dieses für einen regen Organhandel im Untergrund, den die Behörden kaum in den Griff bekommen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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