Bundeswehr: 5000 Afghanistan-Dokumente geleakt
Die WAZ-Gruppe, in der mehrere Zeitungen zusammengeschlossen sind, hat die Internet-Nutzer um Hilfe bei der Aufbereitung von geheimen Dokumenten der Bundeswehr über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan gebeten.
Rund 5.000 Papiere wurden dem Verlag zugespielt, die der Öffentlichkeit wohl ein klareres Bild über die Lage in dem asiatischen Land geben können, in dem seit über zehn Jahren Kampftruppen der westlichen Bündnispartner Krieg gegen islamistische Kräfte und lokale Gruppen führen.
Bei den Dokumenten handelt es sich um sogenannte "Unterrichtungen des Parlamentes" (UdP), mit dem die Bundeswehr den Verteidigungsausschuss des Bundestages über ihre Auslandseinsätze informiert. Es handelt sich um Reprografien, deren Qualität in vielen Fällen recht schlecht ist. Deshalb bedarf es einer manuellen Bearbeitung, um diese letztlich im Volltext durchsuchbar und nach Schauplätzen und Daten maschinell auswertbar zu machen. Dies kann eine Redaktion in diesem Umfang kaum allein bewältigen und sucht deshalb in der Öffentlichkeit nach Unterstützern.
Nach Angaben des Verlages kam man über einen anonymen Upload in den Besitz der Daten. Die Quelle nutze hierfür die schon seit einiger Zeit bestehende Anlaufstelle für Whistleblower, über die Informanten Dokumente übermitteln können. Die meisten Dokumente sind als "VS - nur für den Dienstgebrauch" gekennzeichnet, was der niedrigsten Geheimhaltungsstufe entspricht.
"Unseren Antrag, die UdP zu veröffentlichen, haben das Bundesverteidigungsministerium und der Verteidigungsausschuss des Bundestages abgelehnt. Es hieß, in den Berichten stünden Informationen, die in Händen von Feinden der Bundeswehr gefährlich werden könnten", heißt es in einer Stellungnahme des Verlages. Allerdings könne man diese Argumentation nicht nachvollziehen, da keine wirklichen Geheimnisse enthalten sind.
In der Regel geht es um statistische und sehr allgemeine Angaben zum Kriegsverlauf. Wollen die Parlamentarier als eigentliche Empfänger tiefergehende Informationen, müssen sie erst nachfragen. "Zudem geht die ISAF in ihren Berichten über den Kriegsverlauf an die Betroffenen viel weiter, als die Bundeswehr in ihren vertraulichen Berichten an das Parlament", hieß es. Eine Analyse der Dokumente berge daher die Möglichkeit, der Öffentlichkeit ein besseres Bild über den Afghanistan-Einsatz zu geben, nachdem die Bundeswehr viele Informationen unter den Tisch fallen lasse.
Weitere Informationen: Die Afghanistan Papiere
Bei den Dokumenten handelt es sich um sogenannte "Unterrichtungen des Parlamentes" (UdP), mit dem die Bundeswehr den Verteidigungsausschuss des Bundestages über ihre Auslandseinsätze informiert. Es handelt sich um Reprografien, deren Qualität in vielen Fällen recht schlecht ist. Deshalb bedarf es einer manuellen Bearbeitung, um diese letztlich im Volltext durchsuchbar und nach Schauplätzen und Daten maschinell auswertbar zu machen. Dies kann eine Redaktion in diesem Umfang kaum allein bewältigen und sucht deshalb in der Öffentlichkeit nach Unterstützern.
Nach Angaben des Verlages kam man über einen anonymen Upload in den Besitz der Daten. Die Quelle nutze hierfür die schon seit einiger Zeit bestehende Anlaufstelle für Whistleblower, über die Informanten Dokumente übermitteln können. Die meisten Dokumente sind als "VS - nur für den Dienstgebrauch" gekennzeichnet, was der niedrigsten Geheimhaltungsstufe entspricht.
"Unseren Antrag, die UdP zu veröffentlichen, haben das Bundesverteidigungsministerium und der Verteidigungsausschuss des Bundestages abgelehnt. Es hieß, in den Berichten stünden Informationen, die in Händen von Feinden der Bundeswehr gefährlich werden könnten", heißt es in einer Stellungnahme des Verlages. Allerdings könne man diese Argumentation nicht nachvollziehen, da keine wirklichen Geheimnisse enthalten sind.
In der Regel geht es um statistische und sehr allgemeine Angaben zum Kriegsverlauf. Wollen die Parlamentarier als eigentliche Empfänger tiefergehende Informationen, müssen sie erst nachfragen. "Zudem geht die ISAF in ihren Berichten über den Kriegsverlauf an die Betroffenen viel weiter, als die Bundeswehr in ihren vertraulichen Berichten an das Parlament", hieß es. Eine Analyse der Dokumente berge daher die Möglichkeit, der Öffentlichkeit ein besseres Bild über den Afghanistan-Einsatz zu geben, nachdem die Bundeswehr viele Informationen unter den Tisch fallen lasse.
Weitere Informationen: Die Afghanistan Papiere
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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