WhatsApp nicht mehr gratis, dafür wohl sicherer

Der bei Smartphone-Nutzern äußerst populäre Messaging-Dienst WhatsApp wartet aktuell mit einer ganzen Reihe von Neuerungen auf. So soll die Software nun endlich sicherer sein, dafür ist die Nutzung für viele nicht mehr umsonst.
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Whatsapp.com
Die Anwendung stand bisher auf einer Reihe von Plattformen komplett kostenlos zur Verfügung. Das ändert sich nun. Die ersten Android-User erhielten bereits Hinweise, dass ihre Lizenz in Kürze ausläuft. Eine Verlängerung soll dann pro Jahr 99 US-Cent kosten. Das ist zwar im Vergleich zur klassischen SMS noch immer recht günstig, dürfte allerdings insbesondere im Android-Bereich, wo die Anwender eine recht geringe Zahlungsbereitschaft mitbringen, eine klare Hürde sein.

Auch auf Windows Phone, dem Blackberry und Nokias Smybian-Systemen fällt zukünftig eine entsprechende Gebühr an. Allerdings soll das erste Jahr nach der ursprünglichen Anmeldung weiterhin gratis sein. Der bisherige Gratis-Betrieb war als Beta-Phase gekennzeichnet, so dass ein entsprechender Schritt früher oder später vorauszusehen war. Nichts verändert sich hingegen für iPhone-Nutzer, die bisher als Einzige stets einmalig 89 Euro-Cent für den Kauf der Anwendung im AppStore ausgeben mussten. Diese werden weiterhin sofort zur Kasse gebeten, können den Dienst dann aber über eine unbegrenzte Zeit gratis verwenden.

Im Zuge der Aktualisierung soll eine seit einiger Zeit bestehende Sicherheitslücke nun geschlossen worden sein. Nachdem WhatsApp Nachrichten lange Zeit komplett unverschlüsselt übertrug, hatten die Anbieter im September Kryptographie für den Versand aktiviert. Der Schlüssel bestand allerdings aus Standard-Kennungen des jeweiligen Handys, so dass sich ein Angreifer relativ problemlos Zugang verschaffen konnte. Das ist nun offenbar nicht mehr der Fall. Allerdings schweigen sich die Entwickler wie schon in der Vergangenheit darüber aus, welche Änderungen konkret vorgenommen wurden.

Inzwischen sorgt ein Update der iOS-App von WhatsApp außerdem dafür, dass die Anwendung auch für den Betrieb auf dem iPhone 5 ausgelegt ist. Dies bedeutet im Konkreten allerdings lediglich, dass die App nun auch das neue Display-Format des letzten Apple-Smartphones bei der Darstellung der Nutzeroberfläche berücksichtigt.
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