Apple verlangt 3 Mrd. Dollar Strafe gegen Samsung
Trotz einer von einem kalifornischen Geschworenen-Gericht verhängten Strafe in Höhe von rund einer Milliarde Dollar will der US-Hersteller Apple (bzw. dessen Anwälte), dass die Strafe gegen Samsung auf drei Milliarden Dollar angehoben wird.
Nach Ansicht von Apple ist die Strafe von "nur" einer Milliarde Dollar, die Ende August gegen den koreanischen Hersteller verhängt worden ist, zu gering ausgefallen. Samsung ist damals wegen der Verletzung von Patenten auf Design und Funktionen von iPhone und iPad von einer neunköpfigen Jury schuldig gesprochen worden. Das letzte Wort in dieser Causa hat aber Richterin Lucy Koh, sie kann das Urteil noch korrigieren.
Genau das verlangt das kalifornische Unternehmen auch: Wie die Branchenseite 'GoMoNews' berichtet, werden die Apple-Anwälte bei der für morgen angesetzten (Nach-)Verhandlung eine Verdreifachung der Strafe gegen Samsung auf "kolossale drei Milliarden Dollar", so GoMoNews, fordern. Sollte Richterin Koh sich der Meinung von Apple anschließen, dann wäre das die höchste je in einem Technologie-Patentfall verhängte Strafzahlung.
Wie 'Neowin' schreibt, arbeiteten die Apple-Anwälte derzeit "fieberhaft" hinter den Kulissen und würden es am liebsten haben, wenn der koreanische Konkurrent sich ganz vom US-Markt zurückzieht. Der neuerliche Vorstoß wird auch als Warnung an andere Android-Hersteller interpretiert, derzeit ist der iPhone-Hersteller in ganz ähnliche Patentstreitigkeiten mit HTC und Motorola verwickelt.
Wie sich Richterin Lucy Koh morgen tatsächlich entscheiden wird, ist nur schwer vorherzusagen: Zwar hat die US-Bundesrichterin Samsung vor kurzem die Rücknahme einer Einstweiligen Verfügung gegen das Samsung Galaxy Tab 10.1 (das laut Jury nicht gegen Apple-Patente verstößt) verweigert, allerdings gab Koh eine Erklärung zu diesem Thema ab und meinte, dass der Samsung-Antrag "beträchtliche Fragen" aufwerfe. Der koreanische Hersteller hat ohnehin angekündigt, gegen jegliche Entscheidung gegen ihn Berufung einlegen zu wollen. Fortsetzung folgt also.
Aiehe auch: Galaxy Tab 10.1 - US-Verkaufsverbot bleibt in Kraft
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Wie sich Richterin Lucy Koh morgen tatsächlich entscheiden wird, ist nur schwer vorherzusagen: Zwar hat die US-Bundesrichterin Samsung vor kurzem die Rücknahme einer Einstweiligen Verfügung gegen das Samsung Galaxy Tab 10.1 (das laut Jury nicht gegen Apple-Patente verstößt) verweigert, allerdings gab Koh eine Erklärung zu diesem Thema ab und meinte, dass der Samsung-Antrag "beträchtliche Fragen" aufwerfe. Der koreanische Hersteller hat ohnehin angekündigt, gegen jegliche Entscheidung gegen ihn Berufung einlegen zu wollen. Fortsetzung folgt also.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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