Japan: Sechs Verhaftungen wegen Android-Malware
In Japan hat die Polizei sechs Männer verhaftet, die hinter einer Malware-Kampagne stecken sollen, die auf Googles Smartphone-Betriebssystem Android abzielte. Sie sollen durch den Schadcode Einnahmen in Höhe von rund 265.000 Dollar erzielt haben.
Sicherheitsexperten warnen schon länger vor der schnell steigenden Verbreitung von Android-Malware. Bisher ist es allerdings noch kaum einem Schädling gelungen, größeren Schaden anzurichten. In Japan kursierte in den letzten Monaten allerdings eine Malware, die Nutzern der Plattform finanziellen Schaden zufügte. Dies rief die japanische Polizei auf den Plan und die Ermittlungen führten zum Erfolg, berichtete die Zeitung 'Daily Yomiuir'.
Die fragliche Malware war als Video-Player getarnt, der Nutzern seit Dezember letzten Jahres über eine Porno-Webseite angeboten wurde. Nach der Installation spionierte die Software die persönlichen Daten der Nutzer wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen aus und schickte diese an einen Server außerhalb Japans.
Außerdem poppte immer wieder im Abstand weniger Minuten eine Nachricht auf, laut der der Nutzer noch einen außenstehenden Geldbetrag zu zahlen habe. Immerhin rund 1.260 Dollar wurden hier auf erpresserische Weise verlangt. Offenbar zahlte eine ganze Reihe von Nutzern den Betrag - in der Hoffnung zu verhindern, dass ihr Interesse an Pornofilmen im Familien- und Freundeskreis bekannt wird.
Die Polizei konnte die Spur zu den sechs Verdächtigen zurückverfolgen. Unter ihnen sollen sich ein ehemaliger und zwei noch tätige Manager aus der IT-Branche befinden. Nähere Informationen zu deren Identität veröffentlichten die Behörden bisher allerdings nicht.
Der aktuelle Fall hatte für Android-Nutzer in Europa keine direkte Relevanz. Er zeigt aber das Risiko auf, wenn Anwender eine vermeintlich vielversprechende App von einer beliebigen Webseite herunterladen und installieren, die nicht den Review-Prozess hinter einer offiziellen Download-Plattform des Betriebssystem- oder Handy-Herstellers durchlaufen hat.
Die fragliche Malware war als Video-Player getarnt, der Nutzern seit Dezember letzten Jahres über eine Porno-Webseite angeboten wurde. Nach der Installation spionierte die Software die persönlichen Daten der Nutzer wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen aus und schickte diese an einen Server außerhalb Japans.
Außerdem poppte immer wieder im Abstand weniger Minuten eine Nachricht auf, laut der der Nutzer noch einen außenstehenden Geldbetrag zu zahlen habe. Immerhin rund 1.260 Dollar wurden hier auf erpresserische Weise verlangt. Offenbar zahlte eine ganze Reihe von Nutzern den Betrag - in der Hoffnung zu verhindern, dass ihr Interesse an Pornofilmen im Familien- und Freundeskreis bekannt wird.
Die Polizei konnte die Spur zu den sechs Verdächtigen zurückverfolgen. Unter ihnen sollen sich ein ehemaliger und zwei noch tätige Manager aus der IT-Branche befinden. Nähere Informationen zu deren Identität veröffentlichten die Behörden bisher allerdings nicht.
Der aktuelle Fall hatte für Android-Nutzer in Europa keine direkte Relevanz. Er zeigt aber das Risiko auf, wenn Anwender eine vermeintlich vielversprechende App von einer beliebigen Webseite herunterladen und installieren, die nicht den Review-Prozess hinter einer offiziellen Download-Plattform des Betriebssystem- oder Handy-Herstellers durchlaufen hat.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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