3G-Abdeckung erreicht erst 2017 das 2G-Niveau

Während hierzulande die Mobilfunknetze bereits auf die vierte Technologie-Generation aufgerüstet werden, sind in vielen anderen Regionen noch nicht einmal 3G-Netze im Ansatz vorhanden. Und dies wird noch einige Jahre so bleiben, berichtete der Netzwerkausrüster Ericsson. Das Unternehmen schätzt, dass es bis zum Jahr 2017 dauern wird, bis die weltweite Abdeckung mit 3G-Infrastrukturen das gleiche Niveau erreichen wird, das heute mit den 2G-Technologien vorhanden ist. Gemessen an der gesamten Weltbevölkerung wird die 3G-Abdeckung in diesem Zeitraum von derzeit rund 50 Prozent auf etwa 85 Prozent steigen, hieß es.

Bei Ericsson geht man davon aus, dass der Wechsel auf 4G in etwa mit der gleichen Dynamik vonstatten gehen wird, wie der Aufbau von 3G-Netzen. In fünf Jahren wird die Netzabdeckung mit 4G-Technologien also rund 50 Prozent der Weltbevölkerung erreichen.

Die Zahl der aktiven Mobilfunkanbindungen, die hierzulande beispielsweise anhand der aktiven SIM-Karten gezählt werden, wird in dem Zeitraum von heute 6,2 Milliarden bis 2017 auf rund 9 Milliarden steigen, so der schwedische Netzwerkausrüster. In dieser Zählung sind Maschine-zu-Maschine-Verbindungen, mit denen beispielsweise Geldautomaten, Autos oder andere Systeme vernetzt werden, nicht enthalten.

Der Großteil des Wachstums wird dabei von den Entwicklungsländern ausgehen. In diesen sind häufig keine Festnetz-Infrastrukturen vorhanden, so dass Mobilfunk das Kommunikationsmittel der Wahl ist. Da Handys in diesen Regionen bereits jetzt die wichtigsten Zugangsgeräte zum Internet sind, werden dort selbst heute noch die Kapazitäten der 2G-Netze, in denen man via GPRS und EDGE online gehen kann, weiterhin stark ausgebaut.

Wie Ericsson ausführte, besteht hier das Problem, dass einfach ein Ausbau der Netze auf 3G nicht unbedingt zielführend wäre. Denn die größte Zahl der Nutzer in diesen Regionen haben nur wenig Geld und können sich keine besonders modernen Handys leisten. Ein Upgrade der Installationsbasis bei Mobiltelefonen dauert deutlich länger, als ein Upgrade der Netze.
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