US-Mobilfunker kooperieren gegen Handy-Diebstahl

Die großen US-Mobilfunkbetreiber haben gemeinsame Maßnahmen vereinbart, mit denen der Diebstahl von Handys unattraktiver gemacht werden soll. Angesichts der stark zunehmenden Zahl teurer Smartphones soll das Problem so eingedämmt werden. Verizon Wireless, Sprint, AT&T und T-Mobile wollen hierfür mit der US-Telekommunikationsbehörde FCC zusammenarbeiten. Das Ziel ist der Aufbau einer zentralen Datenbank, in der die Kennungen von Mobiltelefonen gespeichert sind, die als gestohlen gemeldet wurden, teilte FCC-Chef Julius Genachowski mit.

Die Nutzung der fraglichen Geräte in den Netzwerken der großen Mobilfunkbetreiber würde dann automatisch blockiert. So erhalten die Kunden ihre Geräte zwar noch nicht zurück, allerdings würde es sich so kaum noch lohnen, das Risiko einzugehen, ein Smartphone zu stehlen.

Die für eine Sperrung über die IMEI-Kennung benötigten Features sind in den Mobilfunknetzen bereits vorhanden und können recht problemlos aktiviert werden. Bisher setzen die Unternehmen sie aber noch nicht ein, obwohl seitens der Strafverfolgungsbehörden schon länger signalisiert wird, dass dies eine gute Möglichkeit wäre, den Schwarzmarkthandel mit gestohlenen Mobiltelefonen stark einzudämmen.

Binnen der kommenden sechs Monate will jeder der vier Netzwerkbetreiber ein eigenes Programm zur Sperrung von gestohlenen Handys starten. Anschließend soll an einer Zusammenführung der zugrundeliegenden Datenbanken gearbeitet werden. Für diesen Prozess will man sich maximal ein weiteres Jahr Zeit nehmen.

Die IMEI-Sperre wurde von der GSM Association bereits 1996 in die Mobilfunkstandards aufgenommen. Allerdings bieten weltweit nur relativ wenige Mobilfunkbetreiber einen entsprechenden Service an. In Deutschland können Nutzer ihre gestohlenen Handys auf diesem Weg blockieren lassen, so dass dem Täter zumindest nur noch ein wertloses Gerät bleibt.
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