DoS gegen Konkurrenten? - Razzia bei Lieferheld
Die vier Geschäftsführer der Online-Bestellplattform Lieferheld sind in das Visier der Berliner Staatsanwaltschaft geraten. Wie das Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' in seiner heutigen Ausgabe berichtet, wird gegen sie wegen des Verdachts auf Computersabotage ermittelt.
Am Mittwoch letzter Woche durchsuchten Beamte des Landeskriminalamts Berlin demnach die Geschäftsräume des 2010 gegründeten Unternehmens, das nach eigenen Angaben bereits mehr als eine Million Essensbestellungen über 5.600 angeschlossene Lieferservices abwickelte.
Laut Durchsuchungsbeschluss soll das Unternehmen mittels Internetattacken "mehrfach" seinen ebenfalls in Berlin ansässigen Konkurrenten Lieferando für dessen Kunden unerreichbar gemacht haben, hieß es. Der dadurch entstandene Schaden belaufe sich auf "mindestens 75000 Euro".
Die Lieferando-Macher hatten bei einer besonders gravierenden und gezielten Attacke im Dezember 2011, die zum mehrstündigen Ausfall der Plattform zur abendlichen Hauptbestellzeit führte, die angreifenden Adressen analysiert. Eine habe sie direkt zu einem von Lieferheld angemieteten Server geführt, so Lieferando-Geschäftsführer Christoph Gerber.
Die Vorwürfe, den Wettbewerber mittels Cyber-Attacken lahmgelegt zu haben, bezeichnet der mitbeschuldigte Lieferheld-Geschäftsführer Fabian Siegel gegenüber dem 'Spiegel' hingegen als "völlig absurd". "Ich bin doch nicht so dumm, mich für einen möglichen Nachteil eines wesentlich kleineren Mitbewerbers strafbar zu machen."
Er erklärt den Vorgang mit einem von Lieferheld eingesetzten Crawler, der automatisiert überprüfe, ob die vom Konkurrenten Lieferando gemeldeten Zahlen angeschlossener Restaurants zuträfen. Dies sei branchenüblich. Wenn dies bei Lieferando zum Zusammenbruch der Systeme führte, hätte der Konkurrent seine Technik nicht im Griff, so Siegel. Lieferando will nun auch zivilrechtlich gegen den Wettbewerber vorgehen und Schadensersatz fordern. Der Streitwert liegt den Angaben zufolge im niedrigen siebenstelligen Bereich.
Laut Durchsuchungsbeschluss soll das Unternehmen mittels Internetattacken "mehrfach" seinen ebenfalls in Berlin ansässigen Konkurrenten Lieferando für dessen Kunden unerreichbar gemacht haben, hieß es. Der dadurch entstandene Schaden belaufe sich auf "mindestens 75000 Euro".
Die Lieferando-Macher hatten bei einer besonders gravierenden und gezielten Attacke im Dezember 2011, die zum mehrstündigen Ausfall der Plattform zur abendlichen Hauptbestellzeit führte, die angreifenden Adressen analysiert. Eine habe sie direkt zu einem von Lieferheld angemieteten Server geführt, so Lieferando-Geschäftsführer Christoph Gerber.
Die Vorwürfe, den Wettbewerber mittels Cyber-Attacken lahmgelegt zu haben, bezeichnet der mitbeschuldigte Lieferheld-Geschäftsführer Fabian Siegel gegenüber dem 'Spiegel' hingegen als "völlig absurd". "Ich bin doch nicht so dumm, mich für einen möglichen Nachteil eines wesentlich kleineren Mitbewerbers strafbar zu machen."
Er erklärt den Vorgang mit einem von Lieferheld eingesetzten Crawler, der automatisiert überprüfe, ob die vom Konkurrenten Lieferando gemeldeten Zahlen angeschlossener Restaurants zuträfen. Dies sei branchenüblich. Wenn dies bei Lieferando zum Zusammenbruch der Systeme führte, hätte der Konkurrent seine Technik nicht im Griff, so Siegel. Lieferando will nun auch zivilrechtlich gegen den Wettbewerber vorgehen und Schadensersatz fordern. Der Streitwert liegt den Angaben zufolge im niedrigen siebenstelligen Bereich.
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