Spam-Filter erschwert Anklage von Bradley Manning
Die Vorbereitung des Gerichtsverfahrens gegen den mutmaßlichen Whistleblower Bradley Manning gestaltet sich aktuell unerwartet schwierig. Die Ankläger aus den Kreisen der Militärjustiz haben Schwierigkeiten bei der Kommunikation mit der Verteidigung und dem Gericht.
Diese erklärten, dass sie aus bisher noch nicht endgültig geklärten Gründen eine Reihe von E-Mails nicht erhalten haben. Inzwischen stellte sich heraus, dass diese von dem Spam-Filtern "aus Sicherheitsgründen" aussortiert wurden, wie Ashden Fein, der die Anklageseite leitet, in einer Anhörung berichtete.
Laut dem US-Magazin 'Politico' war es aber an Mannings Verteidiger David Coombs, hier weiteres Licht ins Dunkel zu bringen. "Augenscheinlich wurden sie blockiert, weil das Wort "WikiLeaks" irgendwo in der E-Mail stand", erklärte er. Dieses wurde möglicherweise in die Filterlisten aufgenommen, um ein größeres Aufkommen von Protest-Mails gegen die Inhaftierung von Manning automatisiert auszufiltern.
Wie Fein ausführte, habe man inzwischen Konsequenzen aus dem Problem gezogen. Die Spam-Filter würden nun täglich von den Administratoren daraufhin überprüft, ob bestimmte Nachrichten wegen einer falschen Einordnung nicht richtig behandelt werden. Die zuständige Richterin Denise Lind will durch solche Probleme aber keine Verzögerung des Verfahrens riskieren und wies die Kläger an, einen separaten E-Mail-Account für den Fall einzurichten, der komplett ungefiltert ist.
Manning gilt als die Quelle für zahlreiche Dokumente aus den Netzwerken des US-Militärs und des Außenministeriums, die in den vergangenen Jahren über die Whistleblower-Plattform WikiLeaks veröffentlicht wurden. Nachdem Chat-Protokolle, die vom Hacker Adrian Lamo an die US-Behörden übergeben wurden, deutliche Hinweise darauf enthielten, dass Manning die Quelle ist, wurde er verhaftet. Seit Mai 2010 sitzt er nun in Untersuchungshaft, wobei die Haftbedingungen von Menschenrechtlern mehrfach als Form der Folter kritisiert wurden.
Laut dem US-Magazin 'Politico' war es aber an Mannings Verteidiger David Coombs, hier weiteres Licht ins Dunkel zu bringen. "Augenscheinlich wurden sie blockiert, weil das Wort "WikiLeaks" irgendwo in der E-Mail stand", erklärte er. Dieses wurde möglicherweise in die Filterlisten aufgenommen, um ein größeres Aufkommen von Protest-Mails gegen die Inhaftierung von Manning automatisiert auszufiltern.
Wie Fein ausführte, habe man inzwischen Konsequenzen aus dem Problem gezogen. Die Spam-Filter würden nun täglich von den Administratoren daraufhin überprüft, ob bestimmte Nachrichten wegen einer falschen Einordnung nicht richtig behandelt werden. Die zuständige Richterin Denise Lind will durch solche Probleme aber keine Verzögerung des Verfahrens riskieren und wies die Kläger an, einen separaten E-Mail-Account für den Fall einzurichten, der komplett ungefiltert ist.
Manning gilt als die Quelle für zahlreiche Dokumente aus den Netzwerken des US-Militärs und des Außenministeriums, die in den vergangenen Jahren über die Whistleblower-Plattform WikiLeaks veröffentlicht wurden. Nachdem Chat-Protokolle, die vom Hacker Adrian Lamo an die US-Behörden übergeben wurden, deutliche Hinweise darauf enthielten, dass Manning die Quelle ist, wurde er verhaftet. Seit Mai 2010 sitzt er nun in Untersuchungshaft, wobei die Haftbedingungen von Menschenrechtlern mehrfach als Form der Folter kritisiert wurden.
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