Manning-Prozess: Verteidigung bringt Entlastung vor
Im Verlauf der Anhörung im Vorverfahren gegen den US-Soldaten Bradley Manning, der interne und teils auch geheime Informationen an die Whistleblower-Plattform Wikileaks weitergegeben haben soll, konnte inzwischen auch die Verteidigung entlastende Argumente vorbringen.
Zuvor hatte das Gericht, dass als Ergebnis der Anhörung zu entscheiden hat, ob ein Prozess gegen Manning aufgenommen wird, bereits zahlreiche Zeugen der Anklage gehört. Dabei kamen beispielsweise auch Chat-Protokolle von Gesprächen auf den Tisch, die Manning mit Julian Assange geführt haben soll. Außerdem berichtete ein Computer-Forensiker, dass sich auf den Rechnern Mannings von Wikileaks veröffentlichte Daten befunden hätten - inklusive der Skripte, mit denen diese aus den Netzwerken der US-Behörden heruntergeladen werden konnten.
Die Verteidigung versucht vor allem, Manning mit den Umständen, in denen sich der junge US-Soldat widerfand, zu entlasten. Ihrer Argumentation zufolge hätten zuerst einmal Mannings Vorgesetzte gegen die Regeln verstoßen, indem sie ihm überhaupt Zugang zu geheimen Informationen gewährten. Angesichts der emotionalen Probleme hätte der Angeklagte nämlich gar nicht in seiner Position arbeiten dürfen.
So habe sich Manning von anderen isoliert und sei in der Truppe auch wegen seiner Homosexualität ausgegrenzt worden. Die Probleme seien seinen Vorgesetzten auch nicht entgangen, schließlich wurde der Soldat in seiner Akte als Mensch beschrieben, der zu Gewaltausbrüchen neigt und dabei auch vor Attacken auf Vorgesetzte nicht zurückschreckt.
Als weiteren entlastenden Punkt führten die Anwälte die Zustände auf dem Stützpunkt im Irak an, auf dem Manning stationiert war. Diese hätten eine entsprechende Tat regelrecht provoziert. So berichteten Zeugen beispielsweise davon, dass es vor Ort nicht einmal eine klare Führung gegeben habe. Die Angehörigen der Analyse-Abteilung hätten auf den Rechnern, die mit den militärischen und diplomatischen Netzwerken verbunden waren, Filme geschaut und Computerspiele genutzt, die direkt in die Netze installiert wurden.
Manning selbst machte von seinem Recht gebrauch, die Aussage zu verweigern. Die ihm eingeräumte Möglichkeit einer Stellungnahme ließ er verstreichen.
Die Verteidigung versucht vor allem, Manning mit den Umständen, in denen sich der junge US-Soldat widerfand, zu entlasten. Ihrer Argumentation zufolge hätten zuerst einmal Mannings Vorgesetzte gegen die Regeln verstoßen, indem sie ihm überhaupt Zugang zu geheimen Informationen gewährten. Angesichts der emotionalen Probleme hätte der Angeklagte nämlich gar nicht in seiner Position arbeiten dürfen.
So habe sich Manning von anderen isoliert und sei in der Truppe auch wegen seiner Homosexualität ausgegrenzt worden. Die Probleme seien seinen Vorgesetzten auch nicht entgangen, schließlich wurde der Soldat in seiner Akte als Mensch beschrieben, der zu Gewaltausbrüchen neigt und dabei auch vor Attacken auf Vorgesetzte nicht zurückschreckt.
Als weiteren entlastenden Punkt führten die Anwälte die Zustände auf dem Stützpunkt im Irak an, auf dem Manning stationiert war. Diese hätten eine entsprechende Tat regelrecht provoziert. So berichteten Zeugen beispielsweise davon, dass es vor Ort nicht einmal eine klare Führung gegeben habe. Die Angehörigen der Analyse-Abteilung hätten auf den Rechnern, die mit den militärischen und diplomatischen Netzwerken verbunden waren, Filme geschaut und Computerspiele genutzt, die direkt in die Netze installiert wurden.
Manning selbst machte von seinem Recht gebrauch, die Aussage zu verweigern. Die ihm eingeräumte Möglichkeit einer Stellungnahme ließ er verstreichen.
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