Umsatz mit SMS bricht weltweit immer schneller ein

Während sich die Mobilfunkbetreiber den Versand von SMS bisher gut bezahlen ließen, während nur vergleichsweise geringe Kosten anfielen, schrumpft diese lukrative Einnahmequelle inzwischen weltweit. Dafür sind vor allem die zunehmend Verbreitung findenden Smartphones verantwortlich.
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Stadt Hamburg
Diese sind in den meisten Fällen mit Internet-Flatrates ausgestattet. Das nutzen die Anwender und wandern zu kostenlosen Online-Messaging-Diensten und den Nachrichtensystemen der Social Networks ab. Aber auch günstige Pauschalpreise für große SMS-Pakete oder Flatrates drücken die Einnahmen nach unten.

Das Marktforschungsunternehmen Ovum schätzt, dass die Umsätze der Mobilfunkbetreiber mit SMS weltweit im vergangenen Jahr um stattliche 13,9 Milliarden Dollar zurückgegangen sind. Das entspricht einer Summe in Höhe von etwa 9 Prozent der Gesamteinnahmen. Im Jahr 2010 gingen die SMS-Umsätze erst um 8,7 Milliarden Dollar zurück.

Die Entwicklung dieses Geschäftsbereiches ist für die Mobilfunkunternehmen durchaus ein signifikantes Problem. Immerhin sind SMS und MMS derzeit noch die größten Einnahmequellen neben der Sprachtelefonie. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die nun verloren gehenden Einnahmen durch die steigende Verbreitung mobiler Datendienste komplett kompensieren lässt.

Die Mobilfunkbetreiber arbeiten deshalb bereits intensiv an einer Alternative zur SMS, die den Dienst gegenüber den Online-Services attraktiver machen soll. Der dafür ausgearbeitete Standard heißt Rich Communication Suite (RCS) und basiert auf dem Internet Protocol.

In Deutschland wird die Entwicklung in Kooperation zwischen Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica/O2 vorangetrieben. Diese Unternehmen wollen RCS im Rahmen eines gemeinsamen Produkts, mit dem man Textnachrichten, Sprache, Bilder, Videos und Dateien austauschen kann, auf den Markt bringen.
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