Schweden überlässt Twitter-Account seinen Bürgern
Der schwedische Staat führt derzeit eine Aktion durch, die er als das "weltweit demokratischste Twitter-Experiment" beschreibt. Dafür wird der offizielle Twitter-Account Schwedens in jeder Woche an einen anderen Bürger des Landes übergeben, der diesen dann frei nutzen kann.
Die Aktion begann im September in Zusammenarbeit zwischen dem Swedish Institute und der Tourismus-Organisation VisitSweden. Das Ziel besteht daraus, gegenüber der Weltöffentlichkeit nicht einfach nur mit Marketing-Tweets für einen Besuch im Land zu werben. Statt dessen soll die Vielfältigkeit seiner Bürger und deren Mentalität Gäste anlocken.
Und die Auswahl der Schweden, die bereits zu Wort kamen, ist durchaus vielfältig. Seit heute liegt der Account in den Händen von Hanna Fange, einer LKW-Fahrerin, die von sich sagt, dass ihr Leben ansonsten nicht sonderlich interessant ist. Sie arbeitet viel und verbringt ihre spärliche Freizeit vor allem mit ihrer Partnerin.
Übergeben bekam sie den Zugang zu dem Account von der Nutzerin Anna Froekenundrar, einer Pfarrerin der schwedischen Kirche. Vor dieser war der 21-jährige Adam Arnesson mit dabei. Dieser wurde in der vorletzten Woche einer der bisher populärsten Teilnehmer des Projekts.
Dieser studiert derzeit Landwirtschaft und ist ansonsten auf dem Hof seiner Eltern aktiv. Dort liegt der Schwerpunkt auf der Schafzucht. "Ich wollte einmal ein anderes Bild von Landwirtschaft präsentieren. Twitter gibt einem die Möglichkeit mit Leuten zu sprechen, mit denen man ansonsten nie in Kontakt gekommen wäre und die nun zu Freunden werden", so Arnesson, der auf der Plattform Bilder und Videos von seinem Alltag mit den Schafen veröffentlichte, aber auch von seiner Nebentätigkeit als DJ.
Eine redaktionelle Betreuung der Beiträge durch Dritte findet nicht statt. So kritisierte beispielsweise der bosnische Einwanderer Hasan Ramic Verschlechterungen im Gesundheitssystem und die Entwicklung in Stockholm, wo sich verschiedene Bevölkerungsgruppen immer stärker in bestimmten Stadtteilen konzentrieren.
Bei VisitSweden sieht man darin aber kein Problem. Auch wenn hin und wieder ein Teilnehmer für sich allein stehend ein weniger gutes Bild nach außen abgibt, zeige sich doch die Vielfalt der Bevölkerung, was bei potenziellen Besuchern letztlich eher mehr Interesse weckt. Die Zahl der Follower hat sich seit dem Beginn des Projekts immerhin bereits von rund 8.000 auf über 19.000 erhöht.
WinFuture bei Twitter: Twitter.com/WinFuture
Und die Auswahl der Schweden, die bereits zu Wort kamen, ist durchaus vielfältig. Seit heute liegt der Account in den Händen von Hanna Fange, einer LKW-Fahrerin, die von sich sagt, dass ihr Leben ansonsten nicht sonderlich interessant ist. Sie arbeitet viel und verbringt ihre spärliche Freizeit vor allem mit ihrer Partnerin.
Übergeben bekam sie den Zugang zu dem Account von der Nutzerin Anna Froekenundrar, einer Pfarrerin der schwedischen Kirche. Vor dieser war der 21-jährige Adam Arnesson mit dabei. Dieser wurde in der vorletzten Woche einer der bisher populärsten Teilnehmer des Projekts.
Dieser studiert derzeit Landwirtschaft und ist ansonsten auf dem Hof seiner Eltern aktiv. Dort liegt der Schwerpunkt auf der Schafzucht. "Ich wollte einmal ein anderes Bild von Landwirtschaft präsentieren. Twitter gibt einem die Möglichkeit mit Leuten zu sprechen, mit denen man ansonsten nie in Kontakt gekommen wäre und die nun zu Freunden werden", so Arnesson, der auf der Plattform Bilder und Videos von seinem Alltag mit den Schafen veröffentlichte, aber auch von seiner Nebentätigkeit als DJ.
Eine redaktionelle Betreuung der Beiträge durch Dritte findet nicht statt. So kritisierte beispielsweise der bosnische Einwanderer Hasan Ramic Verschlechterungen im Gesundheitssystem und die Entwicklung in Stockholm, wo sich verschiedene Bevölkerungsgruppen immer stärker in bestimmten Stadtteilen konzentrieren.
Bei VisitSweden sieht man darin aber kein Problem. Auch wenn hin und wieder ein Teilnehmer für sich allein stehend ein weniger gutes Bild nach außen abgibt, zeige sich doch die Vielfalt der Bevölkerung, was bei potenziellen Besuchern letztlich eher mehr Interesse weckt. Die Zahl der Follower hat sich seit dem Beginn des Projekts immerhin bereits von rund 8.000 auf über 19.000 erhöht.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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