Duqu: Microsoft bringt ersten Fix, Update später

Microsoft hat umgehend auf die zunehmende Verbreitung des Wurms Duqu reagiert und einen ersten Fix veröffentlicht, der die von der Malware ausgenutzte, bisher unbekannte Schwachstelle im Windows-Kernel vorläufig beseitigt. Nach Angaben von Jerry Bryant, Group Manager beim Microsoft Security Response Center (MSRC) steht ab sofort ein sogenannter "Fix It"-Workaround für die betroffenen Windows-Versionen zur Verfügung. Dieser kann mit nur einem Klick installiert werden, um Unternehmen und privaten Nutzern einen schnellen Schutz ihrer Systeme zu ermöglichen.

Microsoft hat laut Bryant bereits die grundlegende Ursache der von Duqu ausgenutzten Schachstelle ermittelt und arbeitet bereits an einem richtigen Sicherheitsupdate von hoher Qualität. Aktuell plant man die Veröffentlichung im Rahmen des allmonatlichen Patch-Day, doch bis zum Patch-Day für den Monat November am nächsten Dienstag wird das Update nicht mehr fertig.

Das MSRC hat bereits umfangreiche Informationen zum Duqu-Wurm an die am Microsoft Active Protections Program (MAPP) beteiligten Sicherheitsdienstleister weitergeleitet, so dass binnen kürzester Zeit eine entsprechende Aktualisierung der Antivirus-Lösungen von Drittanbietern erfolgen kann. Die AV-Tools sind somit in der Lage, mögliche Angriffe mit Duqu zu erkennen und abzuwehren.

Duqu gilt als Ableitung des Stuxnet-Wurms und diente bisher fast asusschließlich für Angriffe auf Unternehmen, um im Rahmen von Industriespionage an geheime Informationen zu gelangen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat deshalb alle betroffenen Firmen aufgefordert, sich umgehend zu melden, um gegebenenfalls Hilfestellung zu leisten.

Siehe auch: Duqu-Malware setzt auf Zero-Day-Lücke in Windows

Laut dem von Microsoft veröffentlichten Sicherheitshinweis 2639658 sind alle derzeit offiziell unterstützten Windows-Varianten von der Schwachstelle betroffen, also sowohl Windows XP Service Pack 3, Windows XP x64 Edition Service Pack 2, Windows Vista SP2, Windows 7 und Windows 7 SP1, als auch Windows Server 2003 SP2, Windows Server 2008 SP2 und Windows Server 2008 R2.

Weitere Informationen: Microsoft Sicherheitshinweis

Download: Microsoft Fix It Workaround
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