Lenovo: iPad-Preis unterbieten bedeutet Verlust

Der chinesische Computer-Hersteller Lenovo will seinen Einstieg in den Tablet-Markt deutlich bescheidener gestalten als verschiedene Konkurrenten. Mehrere Anbieter sind bisher mit einer klaren Kampfansage an Apple ins Feld gezogen - und stets gescheitert.
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Apple
"Wir sehen keine Notwendigkeit, Apple Marktanteile abzunehmen", sagte Andrew Barrow, der Lenovos Privatkundengeschäft in Westeuropa leitet, gegenüber der britischen Tageszeitung 'The Guardian'. Das Unternehmen wolle ausschließlich die eigenen Verkaufszahlen als Maßstab anlegen, um den Erfolg des neuen IdeaPad K1 zu bewerten.

So wolle man Fehler vermeiden, wie ihn beispielsweise Samsung machte. Barrow hatte ausgeführt, dass der südkoreanische Konzern zwar lauthals verkündete, eine Million Galaxy Tabs an den Handel ausgeliefert zu haben, während real lediglich um die 20.000 Geräte tatsächlich von Kunden gekauft wurden. Dadurch habe es sich um ein massives Verlustgeschäft gehandelt.

Lenovo bietet sein IdeaPad K1 für 399 Euro an. Um diesen Preis zu erreichen, machte man Abstriche bei der Ausstattung und liefert lediglich Standardkost. Apples iPad ist ab 479 Euro zu haben. Während Apples Gerät sich dabei mit einer guten Gewinnmarge verkauft, rechnet man bei Lenovo mit deutlich geringeren Überschüssen.

Wie Barrow ausführte, bestehe das Problem für alle Apple-Konkurrenten derzeit darin, dass jeder Versuch, den Preis des iPads substanziell zu unterbieten, auch bedeutet, Verlust zu machen. Immerhin hat Apple bisher bereits 30 Millionen Geräte verkauft und kann so mit deutlich höheren Mengenrabatten bei der Bestellung von Komponenten rechnen. Außerdem führte eine geschickte Strategie in der Zusammenarbeit mit Zulieferern in den letzten Jahren dazu, dass der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino gerade die preisintensiven Bauteile billiger beziehen kann, als jeder andere Hersteller.

Barrow wollte nicht darauf eingehen, wie hoch die IdeaPad-Lieferungen Lenovos an den Handel zum Verkaufsstart sein werden. Für den Fall jedoch, dass das Produkt nicht erfolgreich etabliert werden kann, habe man vorgesorgt. Man ist vorsichtig geworden und hat verschiedene weitere Produkte in der Pipeline, mit denen neue Anläufe gewagt werden können.
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