Studie: Internetnutzung wird für viele zur Sucht

Laut einer Studie aus Großbritannien fühlt sich ein Großteil der Menschen verärgert und einsam, wenn ihnen der Zugang zum Internet verwehrt wird. 53 Prozent der rund 1.000 Befragten gaben in einer entsprechenden Situation Ärger als vorherrschendes Gefühl an, 40 Prozent nannten Einsamkeit.
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Die Forscher vom Unternehmen Intersperience stellten fest, dass diese Gefühle bereits nach kurzer Zeit entstehen. Wer nicht mehr regelmäßig das Internet nutzen darf, zog schnell Parallelen zu anderen Entzugserscheinungen, beispielsweise beim Vorhaben mit dem Rauchen oder Trinken aufzuhören. Eine einzelne Person gab sogar an, dass das fehlende Internet für ihn so schlimm sei, wie das Fehlen einer ganzen Hand.

Der für die Studie verantwortliche Forscher Paul Hudson erklärte gegenüber dem 'Daily Telegraph', dass das Internet und allgemein die digitale Technologie verstärkt in allen Bereichen des Lebens vorhanden sind. Unsere Freundschaften, die Art wie wir kommunizieren, die Strukturen in unserem Familienleben, unser Arbeitsleben und unser Kaufverhalten werden dadurch beeinflusst.

Im Rahmen eines ähnlichen Experiments in den USA haben hunderte Studenten für 24 Stunden auf Smartphones, das Internet und sogar Zeitungen verzichtet. Sie zeigten ähnliche Symptome wie Menschen, die von einer Droge loskommen wollen. Teilweise griffen sie zu ihren Mobiltelefonen, obwohl diese gar nicht mehr vorhanden waren. Einige beschrieben die Erfahrung wie einen kalten Entzug, andere verglichen es mit einer Diät.
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