MySpace wird zum Dumping-Preis verschleudert
Nach einem Bericht von 'All Things Digital', der sich auf verhandlungsnahe Quellen beruft, wird in den Gesprächen mit möglichen Interessenten inzwischen ein Preis von 20 Millionen bis 30 Millionen Dollar genannt. Möglicherweise könnte der Medienkonzern von Rupert Murdoch noch auf maximal 35 Millionen Dollar kommen.
Noch vor zwei Monaten bot die News Corp. das Social Network für 100 Millionen Dollar an. Allerdings geht es inzwischen wohl nur noch darum, die Seite möglichst schnell loszuwerden. Ein Verlustgeschäft wird es für den Konzern, der MySpace im Jahr 2005 für 580 Millionen Dollar kaufte, ohnehin.
Bereits damals begannen die Probleme. Die Nutzerzahlen fielen und der neue Konkurrent Facebook zog schnell vorbei. Inzwischen befindet sich dieser aus Sicht von MySpace in unerreichbarer Ferne: Während auf MySpace noch rund 30 Millionen User aktiv sind, zählt Facebook inzwischen etwa 600 Millionen.
Im Zuge dessen wuchsen auch die Verluste der Plattform immer weiter an. Die News Corp. startete zwar verschiedene Versuche, das Social Network mit einem neuen Konzept wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Im Mittelpunkt stand dabei eine Konzentration auf Musik. Im Wesentlichen sind die Vorhaben allerdings allesamt gescheitert.
Als möglicher Käufer wird derzeit das Werbeunternehmen Specific Media gehandelt. Dieser dürfte wohl eher an den Nutzerdaten als an der eigentlichen Plattform interessiert sein. Aber auch mit dem Investment-Unternehmen Golden Gate Capital sollen noch Verhandlungen geführt werden. Alle anderen Interessenten waren mit der Zeit abgesprungen.
Noch vor zwei Monaten bot die News Corp. das Social Network für 100 Millionen Dollar an. Allerdings geht es inzwischen wohl nur noch darum, die Seite möglichst schnell loszuwerden. Ein Verlustgeschäft wird es für den Konzern, der MySpace im Jahr 2005 für 580 Millionen Dollar kaufte, ohnehin.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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