Facebook erhält Patent für Markierungen auf Fotos

Recht, Politik & EU Das Social Network Facebook hat ein Patent auf das Markieren von Personen und Gegenständen auf Fotos erhalten. Die Idee von Mark Zuckerberg und einigen Mitstreitern sorgte vor einigen Jahren dafür, dass sich die Website bis heute zum weltweit größten Fotoportal entwickelt hat. Der Patentantrag wurde bereits vor über fünf Jahren von Mark Zuckerberg, dem Produktarchitekten Aaron Sittig sowie dem ehemaligen Entwickler Scott Marlette eingereicht. Erst jetzt bestätigte das US-amerikanische Marken- und Patentamt, dass die Idee wirklich von den drei jungen Männern stammt, berichtet 'Inside Facebook'. Sie gelten nun rechtlich als die Erfinder der weit verbreiteten Funktion, eine bestimmte Stelle auf einem Foto auszuwählen, um darauf eine Person oder etwas anderes zu markieren. Das Patent deckt sämtliche Medieninhalte ab, also auch Videos.

Foto-Tagging bei FacebookNicht nur Menschen lassen sich auf Fotos markieren. Zuckerberg hat in der Vergangenheit mehrfach darüber gesprochen, dass es das Foto-Tagging war, das ihm und seinen Entwicklern dabei half, die Idee hinter dem sozialen Netzwerk entstehen zu lassen. Man betrachtete damals alle im Web verfügbaren Foto-Plattformen und stellte fest, dass Facebook allein durch die Möglichkeit, Personen auf Fotos markieren zu können, besser ist. Selbst das Fehlen von hochauflösenden Fotos und einer Druckfunktion hatte keine negativen Auswirkungen auf den Wettbewerb.

Die Ausrichtung von Facebook rund um die Menschen die es benutzen, hat laut Zuckerberg entscheidend zum Erfolg beigetragen. Bei den Konkurrenten ging es meistens um die technischen Features. Im letzten Jahr hatte das Unternehmen eine Statistik veröffentlicht, laut der jeden Tag mehr als 100 Millionen Fotos von den Nutzern hochgeladen werden. Damit ist Facebook das weltweit größte Fotoportal. Eine aktuellere Statistik über die Fotos gibt es nicht.

Nach dem Erfolg des Foto-Taggings wollten die Facebook-Entwickler viele andere bekannte Funktionen unter Berücksichtigung des sozialen Blickwinkels neu erfinden. Man stellte jedoch schnell fest, dass diese Pläne aufgrund der begrenzten Ressourcen nicht umgesetzt werden können. Daraufhin beschloss man, externen Entwicklern die Möglichkeit zu geben, den so genannten Social Graph zu verwenden, um eigene Produkte zu schaffen, die dann über die Plattform Facebook angeboten werden. Der Social Graph bildet das gesamte Netzwerk aus Personen und Inhalten ab, die bei Facebook vertreten sind.
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