IBM testet Stau-Frühwarnungen fürs Smartphone
Aktuell werden Navigationsgeräte mit Stau-Informationen versorgt, wenn die Straßen bereits dicht sind. Lediglich Fahrer, die erst später in die Gegend kommen, profitieren davon und haben die Möglichkeit auszuweichen. Das IBM-System soll hingegen möglichst dafür sorgen, dass Engpässe auf den Straßen erst gar nicht entstehen.
In der Cloud arbeiten dafür Anwendungen, die mit möglichst vielen Daten versorgt werden sollen. Über KI-Algorithmen analysieren diese aktuelle Ereignisse und setzen sie mit vergleichbaren, früheren Problemen in Beziehung. So soll im einfachen Fall klar werden, ob die Sperrung einer Fahrspur an einem konkreten Punkt dazu führen wird, dass im später einsetzenden Berufsverkehr wirklich ein Stau oder lediglich ein etwas zäherer Verkehrsfluss entstehen wird.
Ein wichtiger Bestandteil sind dabei Smartphone-Apps, die nicht nur Informationen an die Fahrer weitergeben, sondern sich ihrerseits auch wieder beim Analysesystem zurückmelden. Dieses soll so in die Lage versetzt werden, auch unvorhergesehene Verkehrskonzentrationen zu erkennen.
Auch sehr komplexe Situationen, die Staugefahr bergen, sollen so erkannt werden. Mit der Herausgabe entsprechender Warnungen kann so nach Angaben der Entwickler bereits 35 bis 40 Minuten gerechnet werden, bevor die Straße wirklich verstopft wird.
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Christian Kahle
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