Nokia verkauft Klassenbibliothek Qt an Digia

Entwicklung Nach der Ankündigung, auf Windows Phone 7 setzen zu wollen, war die Zukunft von Nokias Klassenbibliothek Qt ungewiss. Jetzt hat man verkündet, das Geschäft mit den Lizenzen an Digia zu verkaufen. Das Unternehmen soll auch den Support übernehmen. Qt diente Nokia in der Vergangenheit als zentraler Bestandteil der Entwicklerstrategie. Zukünftig wird für die Entwicklung auf Technologien von Microsoft gesetzt, schließlich wird Windows Phone 7 auf den Smartphones der finnischen Firma installiert. Dennoch will man weiterhin in Qt investieren, vor allem in Qt Quick, Qt Webkit und HTML5.

Der Umstieg auf Windows Phone 7 wird nicht als offizieller Grund für den Verkauf an Digia genannt. Stattdessen will man den Verkauf der Lizenzen nicht mehr übernehmen, da es nicht zum Kerngeschäft gehört. Bereits im letzten Jahr hatte man sich auf die Suche nach einem passenden Partner gemacht, der das Projekt betreut. Die Übernahme durch Digia soll im März 2011 abgeschlossen werden.

Neben Nokia will auch Digia in Qt investieren und die Bibliothek als Framework ausbauen. Vor allem den Einsatz auf dem Desktop sowie auf Embedded-Geräten hat man im Sinn. Zudem sollen vollkommen neue Plattformen erschlossen werden. Derzeit nutzen rund 3.500 Unternehmen eine kostenpflichtige Lizenz von Qt, darunter auch Digia. Die Firma versteht sich als Spezialist auf diesem Gebiet.
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