Amazon wird Buchhändler-Image nicht los

Handel & E-Commerce Der Online-Händler Amazon kommt über das Image des Buch- und Elektronikhändlers nicht hinaus obwohl der Anbieter längst ein sehr umfassendes Angebot hat. 80 Prozent der deutschen Nutzer assoziieren Amazon vorwiegend mit Medienprodukten wie Bücher und CDs, 67 Prozent denken vor allem an Unterhaltungselektronik. Dass die Plattform inzwischen auch über ein breites Lebensmittelsortiment verfügt, weiß allerdings nur jeder Zehnte.

Im Vergleich zu 2009 gelingt es Amazon zumindest sich in bestimmten Produkt-Kategorien wie Sportbekleidung und Schuhmode als Kaufadresse zu positionieren. Das ergab eine repräsentative Studie des Hamburger IT-Dienstleisters novomind.

Vor allem beim Thema Textilien herrscht große Unsicherheit. So erwarten 40 Prozent der Befragten modische Accessoires auf Amazon einkaufen zu können, zugleich rechnen aber nur 13 Prozent damit, Businessbekleidung auf der Plattform zu finden.

Besonders niedrige Erwartungen haben die Online-Nutzer im Bereich Lebensmittel. Obwohl das Unternehmen rund 35.000 Lebensmittelartikel im Bestand hat, verbleibt diese Produktgattung wie bereits zwei Jahre zuvor auf dem letzten Platz im Erwartungs-Ranking. Nicht viel besser sieht es bei Drogerie- und Gesundheitsartikeln aus. So kommt nicht einmal jeder fünfte Befragte auf die Idee, dass er Zahnbürsten auch bei Amazon ordern kann.
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