Western Digital wollte Seagate übernehmen

Wirtschaft & Firmen Im Zuge der Verhandlungen zwischen dem Festplatten-Hersteller Seagate und verschiedenen Investmentfirmen soll auch der Konkurrent Western Digital ein Übernahmeangebot abgegeben haben. Das berichtete die US-Nachrichtenagentur 'Bloomberg' unter Berufung auf zwei verschiedene Quellen, die mit den Vorgängen vertraut sind. Das Seagate-Management habe das Ansinnen des Wettbewerbers aber zurückgewiesen, hieß es.

Im Oktober sollen ein Zusammenschluss mehrerer Finanzinvestoren unter der Führung von TPG Capital und Kohlberg Kravis Roberts 7,5 Milliarden Dollar für Seagate geboten haben. Dem Vernehmen nach machte Western Digital sogar ein noch deutlich besseres Angebot.

Die Offerte des Konkurrenten soll 10 Prozent über dem damaligen Seagate-Börsenwert gelegen haben, während die anderen Investoren diesen nur um 5 Prozent übertrafen. Eine Übernahme hätte die beiden Marktführer zusammengeführt und so ein dominierendes Unternehmen in dem Segment entstehen lassen.

Fraglich ist allerdings, ob die Wettbewerbsbehörden einem solchen Deal überhaupt zugestimmt hätten, bei dem quasi ein Monopolist entsteht. Unsicher ist auch, ob ein Zusammenschluss dem Geschäft gut getan hätte - schließlich gibt es eine weitgehende Übereinstimmung bei den Produktpaletten. Der Kauf hätte so zwar einen lästigen Konkurrenten beseitig, aber den Anlegern wohl wenig Vorteile gebracht.
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