Android-Klage: Oracle soll Beweise gefälscht haben
In der Klageerwiderung heißt es, dass Google keine Urheberrechte von Oracle verletzt. Sollte etwas Derartiges doch festgestellt werden, so ist man dafür nicht verantwortlich. Android wird zwar vorrangig von Google entwickelt, jedoch wird es von der Open Handset Alliance veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von 78 Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen.
Zudem wird Oracle vorgeworfen, dass die zum Beweis der Urheberrechtsverletzungen vorgelegten Beispiele manipuliert wurden. Die veröffentlichten Klassendateien wurden in wesentlichen Bestandteilen verändert, beispielsweise bei der Darstellung der Copyright-Hinweise.
Die in Android verwendete Dalvik VM ist zudem keine Java VM, wie von Oracle behauptet. Zwar können Anwendungen für Android in Java geschrieben werden, doch der daraus generierte Bytecode weist deutliche Unterschiede zum Bytecode für eine Java VM auf. Aus diesem Grund kann man schlussfolgern, dass die Dalvik VM und Java VM auf einer unterschiedlichen Architektur basieren.
Mit den Lizenzierungsbedingungen von Oracle ist Google auch nicht einverstanden. Um etwas Bestimmtes lizenzieren zu können, muss oftmals noch eine andere Technologie dazu lizenziert werden, auch wenn man diese gar nicht benötigt.
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