Verleger erhalten bald mehr vom Kindle-Umsatz
Wie das Unternehmen mitteilte, erhalten die Inhalte-Anbieter ab dem 1. Dezember 70 Prozent der Einnahmen. Bisher mussten sie sich bei der Bereitstellung von Zeitungen und Magazinen mit schmalen 30 Prozent zufrieden geben. Durch die Umstellung will Amazon deutlich mehr Content-Lieferanten auf seine Plattform locken.
Allerdings knüpft Amazon die höhere Umsatzbeteiligung an Auflagen. Sie wird nur gewährt, wenn die Verlage die Nutzung der Inhalte auf allen Kindle-Systemen und -Anwendungen erlauben. So dürfen sie nicht anweisen, dass eine Zeitung beispielsweise nur auf dem E-Book-Reader, nicht aber über die Kindle-Software für PCs oder iPads angesehen werden darf.
Auch eine geographische Einschränkung der Verfügbarkeit darf nicht vorgenommen werden. Der Verleger muss die Publikation somit zumindest in all jenen Ländern abrufbar machen, für die er selbst die Rechte innehat. Amazon will so verhindern, dass Kindle-Kunden eine Zeitung beispielsweise in den USA mit dem E-Book-Reader abrufen können, der Verlag dies aber für vielleicht iPad-Nutzern in Großbritannien verwehrt, weil er dort über eine separate iPad-App mehr Geld verlangen will.
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