Chip-Industrie: Wachstumsrate wird deutlich sinken
Demnach können sich die Unternehmen in dem Bereich auf ein weitergehendes Wachstum um 5,1 Prozent auf einen globalen Umsatz von insgesamt 317,4 Milliarden Dollar einstellen. In diesem Jahr wird allerdings ein deutlich stärkeres Wachstum von rund 32 Prozent erzielt.
Der Grund für diesen deutlichen Unterschied liegt darin, dass der Absatz im vergangenen Jahr bedingt durch die Weltwirtschaftskrise recht gering war. 2010 setze dann ein Aufschwung in diesem Marktsegment ein. Nach Schätzungen der Marktforscher wird der Gesamtumsatz auch in den kommenden Jahren zulegen und 2014 einen Wert von 357,4 Milliarden Dollar erreichen.
Der iSuppli-Analyst Dale Ford warnte ausdrücklich davor, angesichts des starken Wachstums in diesem Jahr in Euphorie zu verfallen. Man müsse darauf eingestellt sein, dass verschiedene Faktoren, die durch die Weltwirtschaftskrise bedingt wurden, längerfristig Wirkung zeigen.
Dazu gehört vor allem die Entwicklung der Kaufkraft bei den Privatkunden. Diese leidet zunehmend unter der anhaltenden Zurückhaltung der Banken bei der Vergabe von Krediten und einer ausbleibenden Erholung auf dem Immobilien-Markt.
Schon jetzt zeige sich, dass das Umsatzwachstum der Chip-Hersteller bei weitem nicht mehr die Ausmaße hat, wie noch zu Beginn des Jahres. Betroffen sind aktuell vor allem die Zulieferer, allerdings wird sich das Problem auch zunehmend bei den Endfertigern zeigen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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