Samsung verzeichnet schwindende Nachfrage

Wirtschaft & Firmen Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat für das gerade beendete Geschäftsquartal eine Gewinnwarnung ausgegeben. Das Wachstum erreichte nicht die erwartete Stärke. Nach Abschluss der Buchhaltung für den Zeitraum wird sich voraussichtlich ein operativer Gewinn in Höhe von 4,1 Milliarden Dollar bis 4,5 Milliarden Dollar ergeben, teilte das Unternehmen mit. Zwar ist das mehr als im vorhergehenden Quartal, aber etwas weniger als in den ersten drei Monaten des Jahres.

Gerade durch die Vorbereitungen vieler Großkunden auf das Weihnachtsgeschäft hatte Samsung mit einer steigenden Nachfrage gerechnet - insbesondere bei Arbeitsspeicher und bei Panels für Flachbildfernseher. Eine deutliche Steigerung der Bestellungen blieb aber aus.

Hintergrund dessen: In verschiedenen wichtigen Märkten wird ein Rückgang der Kaufkraft verzeichnet, was sich entsprechend im Weihnachtsgeschäft auswirken dürfte. So hatte der Internationale Währungsfond beispielsweise die Wachstumsprognosen für den US-Markt reduziert.

Bisher hatte die Weltwirtschaftskrise kaum Auswirkungen auf das Privatkundensegment gezeigt. Dazu trugen unter anderem die massiven Krisenprogramme der Industriestaaten bei. In Deutschland sorgten beispielsweise hohe Investitionen in die Finanzierung der Kurzarbeit vorübergehend für Linderung.

Allerdings ist die Wirtschaftskraft längst nicht auf Vorkrisenniveau angekommen. Deshalb werden die Lasten nun schleichend, aber zunehmend auf die Bevölkerung umgelagert, was gerade Hersteller von Produkten für Privatkunden zu spüren bekommen.
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