Bericht: Wie Google gegen iTunes ankommen will
Demnach will Google einen Musik-Shop anbieten, der viele Gemeinsamkeiten mit iTunes aufweist, aber komplett über den Browser läuft, möglicherweise auch noch über eine App für Android. Die dort gekauften Musikstücke kann man entweder auf ein mobiles Endgerät herunterladen oder in einer Art Cloud-Schließfach ablegen. Diesen Online-Speicher sollen die Google-Nutzer für 25 US-Dollar jährlich mieten können.
Die dort abgelegte Musik soll sich jederzeit auf alle unterstützten Plattformen streamen lassen. Besonders interessant ist die Tatsache, dass man dort auch zuvor bei anderen Anbietern gekaufte Songs hochladen kann. Sogar illegal heruntergeladene MP3-Dateien können dort abgelegt werden. Google bringt die persönliche Musiksammlung also in die Cloud und macht sie dadurch auf allen Geräten mit Internetverbindung verfügbar.
Ein weiterer interessanter Deal, den Google derzeit versucht mit den Plattenlabels auszuhandeln, ist die Möglichkeit, jedes Musikstück im Angebot von Google einmal komplett kostenlos hören zu können. Beim zweiten Abspielen bekommt man dann den von iTunes bekannten 30-Sekunden-Ausschnitt. Dieses Feature wird vor allem durch die geplanten Community-Funktionen interessant. So sollen Freunde untereinander Playlists austauschen können. Die Playlist eines Bekannten kann man einmal komplett durchhören - Songs die einem gefallen kauft man.
Noch verhandelt Google mit den Plattenlabels. Diese wollen natürlich möglichst viel von den Einnahmen abbekommen und sich auch nicht auf langfristige Verträge festlegen. Google hatte sich dafür bekannte Anwälte ins Team geholt, die in dieser Branche bereits Erfahrungen sammeln konnten und Erfolge erzielt haben. Man darf gespannt sein, was Google als "iTunes-Killer" vorstellt, wenn es irgendwann so weit ist.
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