Warteschleifen von Hotlines bleiben kostenpflichtig
Der Bundestag lehnte gestern einen Antrag der Grünen ab, wonach Anbieter von Hotlines erst dann Gebühren kassieren dürfen, wenn der Anrufer mit einer Service-Kraft verbunden wird. Mit der Entscheidung folgte das Parlament der Empfehlung des Wirtschafts- und Technologie-Ausschusses.
"Teure Warteschleifen bei kostenpflichtigen Mehrwertdienste- oder Service-Rufnummern scheinen bei vielen Unternehmen zum Geschäftsmodell zu gehören. Hier werden viele Millionen Euro verdient zu Lasten der Verbraucherinnen und Verbraucher", hatten die Grünen ihren Vorschlag begründet.
Testanrufe hätten ergeben, dass die Anrufer bei fast 30 Prozent der Fälle länger als ein oder zwei Minuten in der Warteschleife hingen. Auch mehr als fünf Minuten seien in einigen Fällen vergangen, bis man Kontakt zum Dienstleister bekam. In der Zwischenzeit zahlte man je nach Angebot bis zu 3 Euro pro Minute.
Seitens der Koalition will man zumindest über Verhandlungen dahin kommen, dass die Wartezeit billiger ist als das eigentliche Telefonat. Allerdings hat es hierzu bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Gespräche gegeben.
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Christian Kahle
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