Australien: Trojaner gefährdet die Stromversorgung
Betroffen ist die Provinz New South Wales mit ihrer Hauptstadt Sydney. Die Rechner des Energielieferanten sind durch und durch mit dem Trojaner W32.Virut.CF befallen. Laut den Sicherheitsexperten von Symnatec verursacht er zwar wenig Schaden, verbreitet sich aber außergewöhnlich schnell und effektiv.
Bei Integral Energy müssen nun über 1000 PC-Arbeitsplätze neu aufgesetzt werden, damit die Stromversorgung der rund 2,1 Millionen Kunden weiterhin gewährleistet werden kann. Das Problem: Zwischen dem Verwaltungs- und Kommunikationsnetz sowie den Computernetzen zur Überwachung der stromerzeugenden Infrastruktur gibt es keine effektive Trennung.
Sollte der Trojaner Erfolg haben und das Stromnetz bricht zusammen, wären weite Teile von New South Wales inklusive Sydney ohne Strom. Es könnte auch kaskadisch zu einer Überlastung weiterer Stromnetze kommen, so dass ganz Australien betroffen wäre.
Dies passierte zuletzt am 4. November 2006 in Europa, als in Norddeutschland eine Hochspannungsleitung temporär abgeschaltet wurde. Die Folge war ein zweistündiger Stromausfall in weiten Teilen Deutschlands, Belgiens, Frankreichs, Italiens, Österreichs und Spaniens.
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