GT300/Fermi: Nvidia lässt das Monster aus dem Sack
Der GT300-Chip, Codename "Fermi", bringt die Grundlagen für DirectX 11, OpenGL 3.1, OpenCL 1.1 und Cuda 3.0 mit. Allein die Anzahl der Transistoren stellt AMDs neue Grafikkarten in den Schatten. So werden über drei Milliarden Transistoren verbaut, die von TSMC im 40-Nanometer-Verfahren gefertigt werden.
Laut Nvidia handelt es sich bei Fermi um die erste große Überarbeitung nach dem G80-Chip. Er besteht aus 16 Shaderclustern, die über jeweils 32 ALUs verfügen, die von Nvidia als CUDA Cores bezeichnet werden. Insgesamt gibt es also 512 Shadereinheiten - zuvor waren es 240.
Das die neue Grafikkarten-Generation sehr leistungsfähig sein wird, kann man anhand der Zahlen bereits erkennen. Wie leistungsfähig Fermi aber wirklich sein wird, wollte Nvidia bislang nicht verraten. Im Optimalfall kann die Double-Precision-Leistung um den Faktor acht gegenüber dem GT200 verbessert werden.
Nvidia wird einen Schwerpunkt auf das GPU-Computing legen. Dazu hat man den Cache vergrößert und optimiert. Zudem kann der verwendete Speichercontroller mit ECC-Speicher umgehen, der eine eigene Fehlerkorrektur mitbringt. Der Speicher wird von sechs 64-Bit-Speichercontrollern angesprochen (384 Bit Speicherinterface).
Beim GT200 setzte Nvidia noch auf ein 512 Bit breites Speicherinterface, dafür bekommt Fermi als Ausgleich GDDR5-Speicher. Maximal können sechs Gigabyte verbaut werden, allerdings wird dies wohl nur in Profilösungen der Fall sein.
Wie Fermi bei der Spieleleistung abschneiden wird, ist bislang noch nicht bekannt. Angeblich sollen die neuen Grafikkarten auf Basis des Chips noch in diesem Jahr in den Handel kommen. Man darf also gespannt sein.
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Michael Diestelberg
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