"Dam Burst" umgeht chinesische Zensur-Software
Hierbei sollen keine Administratorenrechte an den jeweiligen Systemen erforderlich sein, teilte das Onlineportal Pressetext mit. Laut der Meinung von mehreren internationalen Kritiken blockiere die "Green Dam"-Software auch nicht zuletzt politische Webinhalte. Die von Jon Oberheide entwickelte Applikation könnte an dieser Stelle für Abhilfe sorgen.
Besonders effektiv sei "Dam Burst", wenn die User Zensur auf öffentlichen Computern oder in Internet-Cafes entgehen wollen. Hinsichtlich der Entwicklung der Software bediente sich Oberheide dem sogenannten "API Hooking". Diese Technik nutzt "Green Dam" selbst, um eigenen Programmcode in Prozesse einzuschleusen.
In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die letzten großen PC-Hersteller damit aufgehört haben, die besagte Zensur-Software auf ihren verkauften Systemen vorzuinstallieren. Zu diesen Herstellern zählen Lenovo, Acer und Sony.
Zudem soll die "Große Firewall" mittlerweile über 80 Prozent der öffentlichen Knoten des Anonymisierungsdienstes Tor blockieren. Für die chinesischen Internet- und Tor-Nutzer wird somit der freie Weg ins Internet zunehmend beeinträchtigt.
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