Süd- und Ostafrika nun direkt am Internet-Backbone
Während bisher nur vergleichsweise langsame und teure Satelliten-Uplinks verfügbar waren, nahm das Seacom-Konsortium nun ein neues Unterseekabel in Betrieb. Dieses bindet Südafrika, Tansania, Kenia, Uganda und Mozambique an die Internet-Verbindungen in Europa und Asien an.
Das Kabel hat eine Gesamtlänge von 17.000 Kilometern. Die Verlegung und der Aufbau der zugehörigen Infrastruktur dauerte zwei Jahre und kostete 650 Millionen Dollar. Seacom bezeichnete die Inbetriebnahme als "Beginn einer neuen Ära der Kommunikation" für die angeschlossenen Regionen.
Das Unterseekabel bietet eine Bandbreite von insgesamt 1.280 Gigabit pro Sekunde. Die Preise für Breitband-Anbindungen werden durch seine Verfügbarkeit voraussichtlich um bis zu 80 Prozent sinken. Die jeweiligen Regierungen erhoffen sich davon wichtige Impulse für die Wirtschaft und die Bildung.
Eigentlich sollte die Datenverbindung bereits im Juni zur Verfügung stehen. Die Piraten-Aktivitäten vor der Küste Somalias verzögerten allerdings die Fertigstellung.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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