Online-Händler Amazon wird von der Krise beflügelt

Wirtschaft & Firmen Während eBay Probleme mit dem Handel im Internet hat, kann Amazon trotz der Weltwirtschaftskrise nicht klagen. Der Umsatz des weltgrößten E-Commerce-Konzerns kletterte im letzten Quartal um 14 Prozent. 4,7 Milliarden Dollar an Einnahmen konnte das Unternehmen verbuchen. Das Wachstum führte allerdings nicht direkt dazu, dass auch mehr Gewinn verbucht werden konnte. Dafür sorgten Sonderzahlungen von 51 Millionen Dollar, die Amazon im Rahmen eines Rechtsstreits an den Spielzeughändler Toys'R'us überweisen musste.

Unter dem Strich blieb Amazon so noch ein Überschuss von 142 Millionen Dollar - das sind etwa zehn Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Es sieht derzeit so aus, als könne das Unternehmen von der Krise sogar profitieren. Immerhin gilt bei vielen Verbrauchern der Einkauf im Internet als preiswerte Alternative zum herkömmlichen Einzelhandel.

Insbesondere der in vielen Bereichen kostenlose Versand hilft Amazon dabei, Kunden zu gewinnen und zu binden. Allerdings schlägt dies auch mit recht hohen Ausgaben in den Bilanzen zu Buche. 900 Millionen Dollar waren es immerhin im letzten Quartal.

Der Aufwärtstrend Amazons soll auch in den kommenden Monaten anhalten. Das Management rechnet mit einem Umsatzwachstum von bis zu 23 Prozent. Dazu soll auch die Übernahme des Online-Schuhverkäufers Zappos für 850 Millionen Dollar beitragen.
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